Die Marineinfanteriebasis Sputnik ist eine Kaserne für die russische 61. Separate Marineinfanteriebrigade mit einer Sollstärke von 1270 Soldaten, die seit 1966 in der Siedlung Sputnik in der Oblast Murmansk im Nordwesten Russlands stationiert ist.

Die Basis verfügt über eine Klinik mit 50 Plätzen. Ein Krankenhaus ist nicht vorhanden, die Soldaten müssen zur Behandlung nach Petschenga verlegt werden. Grundsätzlich gibt es auf der Basis für Rekruten viergeschossige Baracken. Auf dem Kasernengelände befinden sich eine Hindernisbahn und eine Anlage, um Fallschirmsprünge am Boden zu üben. Zudem gibt es in der Kaserne ein Denkmal für gefallene Marineinfanteristen.

Am 5. Mai 2023 fanden in der Kaserne Feierlichkeiten zur Gründung der Vorgängereinheit der 61. Separaten Marineinfanteriebrigade vor 80 Jahren statt. Kritisiert wurden die Feierlichkeiten, weil der Kommandeur der Nordflotte Alexander Alexejewitsch Moissejew die Einheit für den Einsatz lobte, jedoch kein Wort über die getöteten Soldaten verlor. Im Jahr 2025 wurde berichtet, dass auf dem Kasernengelände und auf dem zugehörigen Truppenübungsplatz Soldaten für den Kampf im Ukrainekrieg ausgebildet werden. Dabei wurden die Ukrainer als Nazis verunglimpft. Berichtet wird auch, dass ein Ausbilder in Sputnik ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher ist.

Am 12. Oktober 2025 besuchte Verteidigungsminister Andrei Beloussow die Basis. Dabei berichtete der Kommandeur der 61. Separaten Marineinfanteriebrigade Roman Fjodorow, dass bis zum Jahr 2030 neue Lagerhäuser für Waffen und militärische Ausrüstung errichtet werden sollen. Weiter sollen Häuser, Baracken und Schlafsäle auf der Basis neu gebaut werden. Das Wallstreet Journal stellte daraufhin im Jahr 2025 auf Satellitenbildern Bauarbeiten auf dem Stützpunkt fest, wo die Lager gebaut werden. Lokale Medien hatten bereits 2022 berichtet, dass drei Baracken gebaut worden seien und insgesamt 10 Baracken geplant seien.

Gemäß der Rondeli Foundation sind in der Kaserne mindestens 130 MTWs, 10 Panzer, 12 selbstfahrende Haubitzen, 22 selbstfahrende Feldkanonen und 6 Mehrfachraketenwerfer stationiert.

Laut einigen Berichten war auch die 200. Eigenständige Schützenbrigade in der Kaserne stationiert.

Einzelnachweise

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