Ménage à trois – Zum Fremdgehen verführt (Originaltitel Garde alternée) ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 2017 von Regisseurin und Drehbuchautorin Alexandra Leclère mit Didier Bourdon, Valérie Bonneton und Isabelle Carré.
Handlung Sandrine und Jean sind seit fast 15 Jahren verheiratet und Eltern zweier Kinder, Tochter Jeanne und Sohn Antoine. Eines Tages findet Sandrine heraus, dass ihr Mann seit fast einem Jahr eine Affäre hat. Um seine Ehe zu retten, ist er bereit, sich von seiner Geliebten Virginie zu trennen. Sandrines Mutter glaubt, dass Toleranz der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung sei und eine Affäre für sie eine Entlastung von den sogenannten ehelichen Pflichten wäre.
Nachdem der erste Schock verarbeitet und die anfängliche Wut verraucht ist, stattet Sandrine ihrer Rivalin Virginie einen Besuch ab. Dabei unterbreitet sie ihr den Vorschlag, Jean im Wochentakt zu teilen, weil Jean weiterhin ständig an Virginie denkt, sie ihn aber als Vater ihrer Kinder nicht verlieren möchte. Nach anfänglicher Skepsis stimmt Virginie dem Plan zu und Jean verbringt abwechselnd eine Woche mit seiner Frau und eine Woche mit seiner Geliebten.
Allerdings leiden die Beziehung und die Leidenschaft zwischen Virginie und Jean aufgrund des ständigen Zusammenlebens und des Alltags mit den Kindern. Währenddessen blüht Sandrine auf und Jean trifft sich außerplanmäßig heimlich mit seiner Frau, um mit ihr zu schlafen, während sie in der Ehe zuvor seit drei Jahren keinen Sex mehr hatten. Auf der Feier ihres 15. Hochzeitstages eröffnet Sandrine Virginie, dass sich Jean heimlich mit ihr getroffen hat. Virginie zieht sich daraufhin auf der Party Dessous an, um Jean für sich zu gewinnen. Außerdem filmt sie den Geschlechtsverkehr mit Jean und sendet die Aufnahme an Sandrine.
Jean schlägt seiner Frau vor, zwei Wohnungen im selben Haus zu nehmen, sodass er nicht mehr so weit hin- und herfahren muss. Allerdings fühlt er sich zunehmend von den beiden Frauen sexuell überfordert. Er begibt sich schließlich in einen Sexstreik und kommt vorerst bei seinem Freund Michel unter, der ihm seine Liebe gesteht. Weil Jean seine Gefühle nicht erwidert, meldet sich Michel in einer Singlebörse an und beginnt eine Beziehung mit Félix, Virginies Arbeitskollegen aus der Buchhandlung. Jean unterbreitet den beiden Frauen schließlich, dass er alleine sein möchte, und erleidet darauf einen Schlaganfall.
Acht Monate später sind Virginie und Jean Eltern von Tochter Juliette, während Jean nach seinem Schlaganfall gehen und sprechen neu lernen muss und Sandrine und Virginie sich gemeinsam um ihn kümmern.
Besetzung und Synchronisation Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die Neue Tonfilm München. Dialogregie führte Marina Köhler, das Dialogbuch schrieb Marina Rehm.
Rolle Darsteller Synchronsprecher Sandrine Valérie Bonneton Christin Marquitan Virginie Isabelle Carré Christine Stichler Jean Didier Bourdon Claus-Peter Damitz Sandrines Mutter Hélène Vincent Angelika Bender Sandrines Vater Jackie Berroyer Erich Ludwig Michel Laurent Stocker Philipp Moog Félix Michel Vuillermoz Walter von Hauff Jeanne Billie Blain Paula Hammerschmidt Antoine Marty Berreby Jaron Rüschendorf Juliette (Studentin) Agnès Hurstel Stephanie Marin Arzt François Perache Johannes Schön Lehrerin Lise Lamétrie Michaela Amler Michaud (Student) Thomas Gérard Tobias Baum Polizistin Marion Miquel Martina Schölzhorn
Produktion und Hintergrund Der Film wurde von Pan Européenne und France 2 Cinéma produziert, als Produzent fungierte Philippe Godeau. Die Kamera führte Jean-Marc Fabre, die Musik schrieb Mathieu Lamboley, die Montage verantworteten Andrea Sedláčková und Florent Vassault und das Casting Isabelle Ungaro. Das Szenenbild gestaltete Carlos Conti und das Kostümbild Aurore Vicente.
Veröffentlichung In Frankreich kam der Film am 20. Dezember 2017 in die Kinos und verzeichnete rund 474.000 verkaufte Tickets.
Am 2. August 2018 wurde der Film auf DVD veröffentlicht. Deutsche TV-Premiere war am 19. Juni 2025 auf Silverline, auf One wurde der Film am 8. Januar 2026 erstmals ausgestrahlt.
Rezeption Filmdienst vergab einen von fünf Sternen. Der Film hole jenseits eines klamaukigen „Zickenkrieges“ nicht allzu viel aus seiner kuriosen Konstellation heraus und verzerre seine Figuren, abgesehen von der weiblichen Hauptfigur, zu groben Karikaturen.
Oliver Armknecht bewertete den Streifen auf film-rezensionen.de mit fünf von zehn Punkten. Dieser sei originell, aber nur streckenweise komisch. Während die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Frauen für den einen oder anderen witzigen Moment gut seien, neige „Ménage à trois“ doch zu einem recht derben und einfallslosen Humor, der dem Szenario nicht wirklich gerecht werde.
tvspielfilm.de urteilte: „Nette Idee, jedoch schwach ausgeführt“.
Weblinks
Ménage à trois auf constantin.film
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2017 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Romantische Komödie