Der Wyssenbach ist ein Wildbach der Berner Alpen und ein (derzeit)Stand 2020er Jahre. etwa 3,5 Kilometer langer rechter Zufluss des Rychenbachs und damit ein indirekter Nebenfluss der Aare im Kanton Bern. Er wird manchmal auch Rosenlauibach genannt.
Geographie Verlauf Der Ursprung des Wyssenbachs und damit auch seine Länge ist in einem raschen Wandel begriffen, weil das Gewässer aus verschiedenen Schmelzwasserbächen des Rosenlauigletschers entsteht, dessen Lage sich seit dem 19. Jahrhundert wegen der starken Eisschmelze stetig ändert.
Als Hauptstrang des Wyssenbachs gilt (so auch im Geoportal des Kantons Bern) der Wildbach, der am unteren, kleinen Gletscher nordwestlich des Wellhorns beginnt. Diese unterste Gletscherzunge verlor zu Beginn des 21. Jahrhunderts wegen des raschen Gletscherschwunds an einer Steilstufe des Bergtals den Zusammenhang mit dem Hauptteil des Rosenlauigletschers. Von diesem mächtigen oberen Gletscher strömt nun Schmelzwasser zum unteren Überrest des Eises und speist indirekt dessen Abfluss, also den Wyssenbach. Wenn in naher Zukunft der untere Gletscher ganz weggeschmolzen sein wird, kommt der Anfang des Baches mehr als einen halben Kilometer weiter oben im Tal und rund 300 Meter höher am neuen Gletscherrand zu liegen.
Aus dem Rosenlauigletscher fliessen beim aktuellen Stand der ausgefransten Gletscherzunge in mehreren Runsen des steilen Bergkessels zudem noch andere, bisher namenlose Schmelzbäche. Diese durchqueren etwa drei Kilometer weit ein Tal, das rund einen halben Kilometer östlich neben dem Wyssenbachtal gegen Norden verläuft und vom Wyssenbach durch einen Felsrücken getrennt ist. Dessen unterste Felskuppe hat den Namen Gletscherhubel. Noch um 1900 füllte der Rosenlauigletscher – laut Darstellung im Topographischen Atlas der Schweiz – das Bergtal bis fast zum Gletscherhubel hinunter, und der alpine Wanderweg zur Dossenhütte führte ein Stück weit über den Gletscher. In den kleinen Tälern neben dem Gletscherhubel lagen zwei getrennte Gletscherzungen, deren Abfluss sich etwas weiter unten zum Bergbach vereinten. Der offene Bachlauf hatte damals eine Länge von nur rund 1,5 Kilometern.
Im 20. Jahrhundert ist der Gletscher um fast zwei Kilometer kürzer geworden, und der Zustieg zur Dossenhütte, der über eine weite Strecke dem östlichen Quellbach des Wyssenbachs folgt, wurde verlegt.
Der Abfluss des Gletschers nimmt seinen Weg über das sehr steile Felsgelände durch verschiedene, teils tief eingeschnittene Rinnen, die sich im Talboden neben dem Gletscherhubel treffen. Dort erreicht der Bach das bewaldete Gebiet an der Ostflanke des Rychenbachtals. Bis zum Talboden durchquert der Wildbach die tiefe und enge Gletscherschlucht Rosenlaui, die mit einem kühnen Wanderweg erschlossen ist und zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten des Berner Oberlands zählt.
In der Nähe des Alpweilers Rosenlaui mündet der Wyssenbach in den Rychenbach.
Einzugsgebiet Das 10,63 km² grosse Einzugsgebiet des Wyssenbachs liegt im Rychenbachtal in den Berner Alpen und wird über den Reichenbach, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es besteht zu 5,0 % aus bestockter Fläche, zu 0,1 % aus Landwirtschaftsflächen und zu 94,9 % aus unproduktiven Flächen.
Die mittlere Höhe beträgt Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Wyssenbach. Bundesamt für Umwelt (BAFU). und der höchste Punkt ist das Mittelhorn mit im Südwesten des Einzugsgebietes.
Weblinks
Wyssenbach auf dem Geoportal des Kantons Bern
Einzelnachweise
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