Anna Maria von Fürstenberg (* 5. September 1602 auf Burg Bilstein; † 1664) war ab 1642 Priorin des Klosters Rumbeck.
Leben Anna Maria von Fürstenberg war das siebte Kind aus der zweiten Ehe des Landdrosten Kaspar von Fürstenberg mit der nichtadeligen Anna Busse aus Medebach. Sie war zwar ehelich geboren, aber die Kinder aus zweiter Ehe waren den Kindern aus erster Ehe nicht gleichgestellt und gehörten auch nicht dem Adel an. Sie kam wegen ihrer nichtadeligen Stellung 1609 zur Ausbildung in das Kloster Rumbeck und nicht in das exklusivere Kloster Oelinghausen, mit dem das Haus Fürstenberg eigentlich eng verbunden war. Ursprünglich sollte sie im Kloster nur ein Jahr bleiben. Sie blieb auf Dauer und trat in den Orden der Prämonstratenserinnen ein. Über ihr Leben dort gibt es kaum Quellen. Sie wurde Priorin und war damit zusammen mit dem Propst Leiterin der Gemeinschaft. Dieses Amt übte sie von 1642 bis 1655 aus. Der Konvent war während des Dreißigjährigen Krieges im Schloss Arnsberg untergebracht. In ihrer Amtszeit wurde das Kloster selbst 1646 von schwedischen Truppen geplündert.Fritz Timmermann: Aus der Geschichte Rumbecks. Die Geschichte des Prämonstratenserinnen-Klosters in 7 Jahrhunderten (Teil 2). In: Heimatblätter des Heimatbundes Arnsberg 2/1982 S. 8
Einzelnachweise
Literatur Helmut Lahrkamp u. a. (Bearb.): Fürstenbergsche Geschichte. Bd. 3. Münster, 1971 S. 78
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