Hagen ist ein kleiner Ortsteil innerhalb des Stadtteils Kaltenmoor der Stadt Lüneburg in Niedersachsen. Bis 1943 existierte auch die Gemeinde Hagen, die einen deutlich größeren Umfang hatte als der heutige Ortsteil. mini|Gemeindegrenze von Hagen bis 1943 mini|Hofgebäude Apfelallee 1 mini|Fachwerkspeicher Apfelallee 1

Geographie Hagen ist heute eine Einfamilienhaus-Siedlung östlich der Lüneburger Ostumgehung und südlich des Gewerbegebiets Bilmer Berg. Der ehemalige Dorfcharakter ist noch an einigen landwirtschaftlichen Gebäuden zu erkennen.

Zur bis 1943 bestehenden Gemeinde Hagen gehörten neben dem Dorf Hagen noch die Ansiedlung Kaltenmoor das Gut Wilschenbruch die Ansiedlung Neu-Hagen entlang der Dahlenburger Landstraße und das Klostergut Willerding.Karte der Gemeindegrenze von Hagen

Übertragen auf die heutigen Grenzziehungen umfasste die Gemeinde Hagen damit den Stadtteil Kaltenmoor den bebauten Teil des Stadtteils Wilschenbruch die beiderseits der Dahlenburger Landstraße liegenden Teile des Stadtteils Neu Hagen und den Norden der Gemarkung Wendisch Evern mit dem Klostergut Willerding.

Geschichte Hagen gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Lüne des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Lüneburg im Departement der Elbmündung. 1814 fiel Hagen an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Lüne, das ab 1862 Amt Lüneburg hieß. 1867 fiel die Gemeinde Hagen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Lüneburg. Durch die bauliche Ausdehnung der Stadt Lüneburg nach Osten auf das Gemeindegebiet von Hagen kam es zu einem fühlbaren Bevölkerungsanstieg.

Am 1. April 1943 wurde die Gemeinde Hagen aufgelöst. Kaltenmoor, Neu Hagen und Wilschenbruch wurden in die Stadt Lüneburg eingemeindet, während das Dorf Hagen und das Klostergut Willerding zur Gemeinde Wendisch Evern kamen.Ministerial-Blatt des Reichs- und Preussischen Ministeriums des Innern 1942, S. 2301

Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde das Dorf Hagen mit 3,1 km² und 73 Einwohnern am 1. März 1974 von Wendisch Evern in die Stadt Lüneburg umgemeindet.Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle 1845 88 1871 201 Volkszählung 1871 1885 409 Volkszählung 1885 1895 447 Volkszählung 1895 1905 1155 Volkszählung 1905 1925 1235 1933 1506 1939 1594

Baudenkmale Das Haupthaus, die Scheune und der Stall und der Fachwerkspeicher des Hofes Apfelallee 1 stehen unter Denkmalschutz.

Vereine Der Reitclub Hagen betreibt Reitsport auf einer Reitanlage an der Apfelallee.Website des Reitclubs Hagen

Verkehr Eine direkte Zufahrt nach Hagen ist vom restlichen Lüneburger Stadtgebiet aus mit Kraftfahrzeugen nicht möglich; die einzige Zufahrt bildet der vom Klostergut Willerding in der Gemeinde Wendisch Evern kommende Postweg.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Lüneburg) Kategorie:Wendisch Evern Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Lüneburg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1943 Kategorie:Ort im Landkreis Lüneburg