miniatur|Die Erinnerungstafel an die Fontana della Lupa miniatur|Wappen der Capilupis Mantua Der Palazzo Capilupi, auch Palazzo Valdina Cremona genannt, ist ein Palast aus den 1530er-Jahren in Rom in der italienischen Region Latium. Er liegt im Viertel Campo Marzio in der Via dei Prefetti, 17. Im Osten begrenzt ihn der Vicolo Rosini und im Süden der Vicolo Valdina.

Geschichte und Beschreibung Der Palast ist nach der Adelsfamilie Capilupi benannt, die aus Mantua stammt und eine der berühmtesten der Stadt ist. Einer ihrer bekanntesten Angehörigen, der Bischof Ippolito Capilugi, war Teil der Delegation, die 1534 sich nach Rom begab, um in Vertretung von Federico II. Gonzaga und es Hofes von Mantua an der Krönung von Karl V. teilzunehmen. Bei dieser Gelegenheit kaufte Capilupi den Palast von den Degli Staziis. Die Quellen geben an, dass unter den Capilupis das Gebäude restauriert und nach Vorschlägen, u. a. von Michelangelo, verschönert wurde und eine bedeutende und wertvolle Pinakothek beherbergte, die nach dem Tod von Ippolito Capilupi nach Mantua verbracht wurde.

Ursprünglich gab es in dem Palast einen Brunnen, auf dem die Kapitolinische Wölfin abgebildet war (daher der Name der benachbarten Via della Lupa; einige halten sie auch für das Symbol der Familie); er ist heute nicht mehr vorhanden, aber an ihn erinnert noch eine Steintafel am Eingang zur Hausnr. 17 der Via dei Prefetti.

Darüber steht in italienischer Sprache: “La lupa, mansueta, diede dolce latte agli infanti gemelli. Così, o vicino, il Lupo mansueto dà a te acqua che fluisce costante, più dolce dello stesso latte, più pura dell’ambra e più fredda della neve. Attinga pure da qui, con recipiente ben pulito, il solerte fanciullo, e ne portino a casa la giovane e la vecchia. Ma è vietato ai cavalli e ai somari di bere alla fontanella, e non bevano da qui, con il loro sozzo muso, né il cane né la capra. [anno] 1578“.(dt.: Die sanftmütige Wölfin gab den Zwillingen süße Milch. So schenkt dir, o Nachbar, der sanfte Wolf Wasser, das stetig fließt, süßer als Milch, reiner als Bernstein und kälter als Schnee. Der fleißige Junge möge von hier mit einem sehr sauberen Gefäß [das Wasser] ziehen und den Jungen und den Alten nach Hause bringen. Aber es ist den Pferden und den Eseln verboten, von der Quelle zu trinken, und es trinken von hier mit ihren schmutzigen Mäulern weder der Hund noch die Ziege. 1578.)

Dieses Trinkverbot für die Tiere gab es häufig an den Brunnen der Stadt.

Heute sind in dem Palast Büros und Privatwohnungen untergebracht und im Laufe der Jahrhunderte gab es einige Veränderungen an dem Gebäude: Z.B. wurde im Innenhof der Flügel parallel zum Vicolo Valdina im 19. Jahrhundert in ein Wohngebäude umgebaut und auf das ursprüngliche Stallgebäude ein zweites Stockwerk aufgesetzt.

Samuel Morse, der Erfinder des Telegrafen, weilte hier von 20. Februar 1830 bis zum 5. Januar 1831, was auf einer Tafel an der Fassade vermerkt ist.

Einzelnachweise G. de Caro: CAPILUPI, Ippolito in Dizionario biografico degli italiani. Istituto dell’Enciclopedia italiana, Rom 1975. S. 541.

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Kategorie:Erbaut in den 1530er Jahren Capilupi