miniatur|Palazzo Capizucchi in Rom: Hauptfassade Der Palazzo Capizucchi, auch Palazzo Gasparri, ist ein Renaissancepalast aus den 1580er-Jahren in Rom in der italienischen Region Latium. Er liegt im Viertel Campitelli an der Piazza di Campitelli, 3.

Geschichte und Beschreibung Der Palast wurde 1585 im Auftrag von Marcello Capizucchi an einem Ort errichtet, an dem es bereits die alten Residenzen der Familie Capizucchi gab, die in dieser Gegend bereits seit Mitte des 15. Jahrhunderts lebte. Aus dieser Familie gingen Anfang des 12. Jahrhunderts drei Kardinäle hervor, was zeigt, dass sie eine der damals bedeutendsten Familien war. Im 16. Jahrhundert war ihr bedeutendster Vertreter der Kardinal Gianantonio Capizucchi.

Der Palast wurde unter der Leitung von Giacomo della Porta erbaut, der auch den angrenzenden Palazzo Albertoni Spinola (1600) entworfen hatte; beide liegen gegenüber der Kirche Santa Maria in Campitelli, die nach Plänen von Girolamo Rainaldi errichtet wurde. Vermutlich stammte der ursprüngliche Plan für den Palast von Vignola. Beide Paläste teilen sich eine große Doppelhausfassade, aber innen sind sie vollkommen getrennt. Die Fenster im ersten Obergeschoss mit ihren in die Tympana eingesetzten Ovalen haben dieses typisch barocke Aussehen des 17. Jahrhunderts. Im Inneren gibt es einen eleganten Musiksaal. Eine Seite des Innenhofs hat eine Vorhalle mit drei Bögen und Lisenen, während zwei Seiten falsche Bögen besitzen.

Zwischen 1672 und 1674 ließ Mattia de Rossi den Palast auf der rechten Seite erweitern und die vier Fassaden im Innenhof und die Rückfassade erneuern. Letztere an der Piazza Capizucchi ist größtenteils identisch mit der Hauptfassade an der Piazza di Campitelli, an der ein sehr schönes Gittertor mit einem Balkon mit Fenstertüre darüber montiert ist. Die Fenster im ersten Obergeschoss der Rückfront haben Tympana, die von Ovalen unterbrochen sind; die auf der linken Seite sind tatsächlich Fenster, während die auf der rechten Seite zugemauert wurden.

Die Familie Capizucchi starb Anfang des 19. Jahrhunderts aus und den Familienpalast kauften zuerst der Markgraf von Vallaccone, Adliger von Norcia und Veroli, Ippolito Cipriani (1813) und später der Markgraf Giuseppe Troili (1843), der darauf ein drittes Obergeschoss aufsetzen ließ. Die Erben des Palastes, die Familie Massimo, verkaufte ihn 1924 an die ‚‚Gasparris‘‘. Bis 2012 war in dem Palast die Botschaft der Republik Irland in Italien untergebracht, bevor sie in die Villa Spada al Gianicolo verlegt wurde. Später wurde der Palast in Wohnungen aufgeteilt.

Einzelnachweise

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