mini|Katholische Filialkirche Hl. Herz Jesu in Dürnstein in der Steiermark mini|Innenansicht Richtung Altarraum Die römisch-katholische Filialkirche Dürnstein in der Steiermark, auch Herz-Jesu-Kapelle Dürnstein in der Steiermark, steht in der Ortschaft Dürnstein in der Steiermark in der Gemeinde Neumarkt in der Steiermark im Bezirk Murau in der Steiermark (Österreich). Die dem Patrozinium des Heiligsten Herzens Jesu unterstellte Filialkirche gehört zur Pfarre St. Stefan bei Dürnstein im Dekanat Friesach in der Diözese Gurk. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz ().

Geschichte Die Kapelle war seit jeher eine Filialkirche der Pfarre St. Stefan und wurde 1603 bzw. 1608 als „St. Nikoley bei Türnstein“ bezeichnet. Das Baujahr des Kirchengebäudes ist nicht bekannt, jedoch weist der heilige Nikolaus als ursprüngliches Patrozinium auf das 14. Jahrhundert zurück, als der Nikolauskult seine zweite Blüte erlebte. Die Lage an der ehemaligen Handelsstraße lässt den Rückschluss darauf zu, dass sie von reisenden Kaufleuten aufgesucht wurde, da es auf den langen und weiten Fahrten zahlreiche Gefahren gab und Überfälle an der Tagesordnung waren. Der heilige Nikolaus war der Schutzpatron der Reisenden und Kaufleute. Ende März 1797 zogen die Heere Napoleons durch das Metnitz- und Olsatal in Richtung Neumarkt in der Steiermark. Die Soldaten nutzten die Kapelle als Lagerplatz und Pferdestall. Die Einrichtung wurde als Brennmaterial verwendet und die Kapelle entweiht. Weitere Zerstörungen erfolgten in den Jahren 1805 und 1809. Die Schäden machten Gottesdienstfeiern unmöglich. Die Kapelle wurde in weiterer Folge nicht mehr genutzt oder wiedererrichtet, 1837 war sie dem Einsturz nahe. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte sich die ansässige Ortsbevölkerung die Frage, ob die nunmehrige Ruine wieder aufgebaut oder abgerissen und neu aufgebaut werden soll. Der damalige Pfarrer von St. Stefan fasste den Entschluss, die Kapelle aus den Resten neu aufzubauen. Bischof Josef Kahn stimmte dem Entschluss zu und übernahm die Kosten von 4932 Kronen für den Rohbau. Die Dorfbevölkerung half bei der Errichtung mit Geld- und Sachspenden sowie Arbeitsleistung mit. Die neu aufgebaute Kapelle wurde am 1. September 1910 neu eingeweiht. Sie war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr dem heiligen Nikolaus, sondern dem Heiligsten Herz Jesu geweiht.

Architektur Kircheninneres Das 16 m² große Wandgemälde über dem Triumphbogen zeigt den heiligen Nikolaus, den Patron der mittelalterlichen Kapelle. Das Gemälde stammt von Felix Fiebiger, dem Kanonikus von Friesach und Bruder des damals zuständigen Pfarrers Vinzenz Fiebiger.

Ausstattung Der Hochaltar wurde vom Tischler Valentin Kleber errichtet und von Frau Johanna Gauster gestiftet. Die Herz Jesu-Statue und zwei Engel spendete Johann Gauster. Die Kerzenleuchter und Polster für das Messbuch waren ein Geschenk der Mädchen der Marianischen Jungfrauen.

Die übrige Inneneinrichtung, Messutensilien und die beiden Statuen des heiligen Josef und des Apostels Judas Thaddäus an den beiden Seitenwänden wurden durch Spenden der Bevölkerung von Dürnstein angeschafft.

Literatur Gemeinde Dürnstein in der Steiermark: Herz-Jesu-Kapelle Dürnstein, Kirchenführer im Eigenverlag Walter Brunner: Dürnstein (Burg und Gemeinde), Dürnstein in der Steiermark 1982

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