Der Volleyball-Europapokal der Landesmeister 1965 war die fünfte Austragung des Europapokals der Landesmeister der Frauen. Der Wettbewerb wurde von der Confédération Européenne de Volleyball ausgetragen und fand von Januar bis zum 19. Mai 1965 statt. 16 Mannschaften aus 15 Ländern nahmen teil. Den Titel gewann zum dritten Mal Dynamo Moskau aus der Sowjetunion. Im Finale setzte sich die Mannschaft gegen den SC Dynamo Berlin durch.

Teilnehmer

Am Wettbewerb nahmen Mannschaften aus 15 Mitgliedsverbänden der CEV teil. Neben 13 Landesmeistern waren auch die jeweiligen Vizemeister aus Bulgarien, Österreich und Frankreich vertreten. Bulgarien erhielt aufgrund des Titelgewinns von Lewski Sofia in der Vorsaison einen zusätzlichen Startplatz. Der österreichische und der französische Meister verzichteten auf die Teilnahme, sodass deren Vizemeister nachrückten. Auch der bulgarische Vizemeister Minjor Pernik verzichtete auf den Start und wurde durch Slawia Sofia ersetzt.

Land Mannschaft Qualifikation Österreich Blau-Gelb Wien Österreichischer Vizemeister 1964 VR Bulgarien Lewski Sofia Bulgarischer Meister 1964 und Titelverteidiger Slawia Sofia Dritter der bulgarischen Meisterschaft 1964 Ungarn Újpesti Dózsa Budapest Ungarischer Meister 1964 DDR SC Dynamo Berlin DDR-Meister 1964 Israel Hapoel Kfar Masaryk Israelischer Meister 1964 Polen AZS AWF Warschau Polnischer Meister 1964 Portugal Sporting Espinho Portugiesischer Meister 1964 Rumänien Dinamo Bukarest Rumänischer Meister 1964 Sowjetunion Dynamo Moskau Titelverteidiger Türkei Galatasaray SK Türkischer Meister 1964 Frankreich ASUL Lyon Französischer Vizemeister 1964 BR Deutschland 1. VC Hannover Deutscher Meister 1964 Tschechoslowakei ČKD Prag Tschechoslowakischer Meister 1964 Schweiz SC Uni Basel Schweizer Meister 1964 SFR Jugoslawien OK Roter Stern Belgrad Jugoslawischer Meister 1964

Modus

Der Wettbewerb wurde in allen Runden im K.-o.-System ausgetragen. Die Begegnungen wurden grundsätzlich in Hin- und Rückspielen entschieden. Aufgrund des auf 16 Mannschaften angewachsenen Teilnehmerfeldes begann der Wettbewerb mit dem Achtelfinale. Anschließend folgten Viertelfinale, Halbfinale und Finale.

Achtelfinale

Das Achtelfinale wurde im Januar und Februar 1965 ausgetragen. Dynamo Moskau setzte sich gegen OK Roter Stern Belgrad ohne Satzverlust durch. ČKD Prag gewann gegen Hannover, Lewski Sofia gegen Hapoel Kfar Masaryk und ASUL Lyon gegen Sporting Espinho. Weitere Sieger waren Újpesti Dózsa Budapest, Dinamo Bukarest, AZS-AWF Warschau und SC Dynamo Berlin.

Datum Team 1 Ergebnis Team 2 Sätze OK Roter Stern Belgrad 0:3 Dynamo Moskau 5:15, 8:15, 14:16 OK Roter Stern Belgrad 0:3 Dynamo Moskau 4:15, 9:15, 1:15 ČKD Prag 3:0 1.VC Hannover 15:10, 15:12, 15:3 1.VC Hannover 1:3 ČKD Prag 17:15, 8:15, 10:15, 15:17 Hapoel Kfar Masaryk 0:3 Lewski Sofia 2:15, 8:15, 8:15 Hapoel Kfar Masaryk 0:3 Lewski Sofia 4:15, 12:15, 13:15 ASUL Lyon 3:0 Sporting Espinho 15:8, 15:8, 15:4 Sporting Espinho 3:2 ASUL Lyon 13:15, 15:8, 13:15, 15:5, 15:6 SC Uni Basel 0:3 Újpesti Dózsa Budapest 2:15, 6:15, 5:15 SC Uni Basel 0:3 Újpesti Dózsa Budapest 3:15, 1:15, 2:15 Dinamo Bukarest 3:0 Galatasaray SK 15:5, 15:2, 15:7 Dinamo Bukarest 3:0 Galatasaray SK 15:2, 15:4, 15:7 Blau-Gelb Wien 0:3 AZS-AWF Warschau 2:15, 3:15, 5:15 Blau-Gelb Wien 0:3 AZS-AWF Warschau 3:15, 5:15, 1:15 SC Dynamo Berlin 3:0 Slawia Sofia 15:5, 15:7, 15:5 Slawia Sofia 1:3 SC Dynamo Berlin 13:15, 15:6, 5:15, 14:16

Viertelfinale mini|Spielszene Dinamo Bukarest gegen Újpest Dózsa Im Viertelfinale traf Dynamo Moskau auf ČKD Prag und gewann beide Spiele ohne Satzverlust. Lewski Sofia setzte sich gegen ASUL Lyon ebenfalls mit zwei Siegen durch. Dinamo Bukarest gewann gegen Újpesti Dózsa Budapest das Hinspiel mit 3:0 und erreichte trotz einer 2:3-Niederlage im Rückspiel das Halbfinale. Der SC Dynamo Berlin bezwang AZS AWF Warschau nach einem 3:0-Heimsieg und einer 1:3-Auswärtsniederlage.

Datum Team 1 Ergebnis Team 2 Sätze Dynamo Moskau 3:0 ČKD Prag 15:2, 15:5, 15:4 ČKD Prag 0:3 Dynamo Moskau 1:15, 3:15, 2:15 ASUL Lyon 0:3 Lewski Sofia 6:15, 2:15, 3:15 ASUL Lyon 0:3 Lewski Sofia 10:15, 2:15, 7:15 Újpesti Dózsa Budapest 0:3 Dinamo Bukarest 4:15, 13:15, 10:15 Újpesti Dózsa Budapest 2:3 Dinamo Bukarest 6:15, 11:15, 15:12, 15:10, 6:15 SC Dynamo Berlin 3:0 AZS-AWF Warschau 15:8, 15:8, 16:14 AZS-AWF Warschau 3:1 SC Dynamo Berlin 15:5, 15:10, 9:15, 16:14

Halbfinale

Im Halbfinale traf der Titelverteidiger Dynamo Moskau auf Lewski Sofia. Dynamo Moskau gewann das Hinspiel mit 3:0, unterlag im Rückspiel jedoch mit 1:3 und zog aufgrund des besseren Satzverhältnisses ins Finale ein.

Im zweiten Halbfinale setzte sich SC Dynamo Berlin gegen Dinamo Bukarest durch. Nach einem 3:0 im Hinspiel unterlagen die Berliner im Rückspiel mit 1:3, erreichten aufgrund des Satzverhältnisses von 4:3 jedoch ebenfalls das Finale.

Datum Team 1 Ergebnis Team 2 Sätze Dynamo Moskau 3:0 Lewski Sofia 15:3, 15:13, 15:3 Lewski Sofia 3:1 Dynamo Moskau 15:8, 17:19, 15:13, 15:8 SC Dynamo Berlin 3:0 Dinamo Bukarest 15:10, 15:10, 15:4 Dinamo Bukarest 3:1 SC Dynamo Berlin 11:15, 15:4, 15:7, 15:12

Finale

Im Finale standen sich mit Dynamo Moskau und SC Dynamo Berlin zwei Mannschaften gegenüber, die bereits in der Vorsaison das Endspiel erreicht hatten. Dynamo Moskau gewann beide Finalspiele mit 3:0 und sicherte sich damit zum dritten Mal den Europapokal der Landesmeister. Für Dynamo Berlin war es die zweite Finalteilnahme in Folge.

Datum Austragungsort Team 1 Ergebnis Team 2 Sätze 19:00 Uhr Dynamo-Sporthalle, Berlin SC Dynamo Berlin 0:3 Dynamo Moskau 5:15, 17:19, 9:15 Dynamo Moskau 3:0 SC Dynamo Berlin 15:13, 15:4, 15:6

Dynamo Moskau gewann den Europapokal damit zum dritten Mal nach 1961 und 1963. Die Mannschaft blieb fast im gesamten Wettbewerb ohne Niederlage, außer im Halbfinal-Rückspiel gegen Lewski Sofia.

Mannschaftskader Dynamo Moskau: Alexandra Tschudina, Marita Katuschewa, Ljudmila Buldakowa, Galina Wolkowa, Nasartschuk, Lidija Strelnikowa, Samsonowa, Perewosowska, Jewtuschenko, Walentina Karpowa SC Dynamo Berlin: Ulla Mahn Lewski Sofia: Zwetana Berkowska, Wioleta Andonowa-Tschoko, Lidija Markowa, Zwetana Paunowa, Janka Radewa, Antoaneta Torbowa, Wiktorija Najdenowa, Petkova, Ewa Dojtschewa

Weblinks

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Einzelnachweise

#1965 (Frauen) Kategorie:Volleyballveranstaltung 1965 Kategorie:Frauenvolleyball-Wettbewerb für Vereinsmannschaften