Wolfgang Kühne (* 22. Januar 1952 in Lückstedt) ist ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben und Werk Wolfgang Kühne absolvierte von 1968 bis 1971 eine Berufsausbildung als Agrochemiker mit Abitur. Dabei beschäftigte er sich als Mitglied künstlerischer Arbeitsgemeinschaften mit Malerei, wobei er erst wichtige Anregungen vom Maler Jochen Aue erhielt.

Nach der Berufsausbildung leistete Kühne den Grundwehrdienst in der NVA. Von 1973 bis 1978 studierte er in der Fachrichtung Malerei/Grafik, insbesondere bei Gerhard Kettner und Jutta Damme sowie Christian Hasse, an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1976 richtete er sich in Dresden in einem alten baufälligen Bauernhaus in der Neuberinstraße 14 am Laubegaster Ufer Wohnung und Atelier ein. Das Haus wurde bei dem großen Hochwasser 2002 stark beschädigt.

Nach dem Studienabschluss hatte Kühne bis 1981 einen Fördervertrag. Seit 1981 arbeitet er freischaffend in Dresden. Nachdem er sich eine Lithografie-Presse gebaut hatte, schuf er ab 1980 erste Steindrucke. Ab 1980 traf er sich regelmäßig mit Günter Hein, Veit Hoffmann, Helge Leiberg und Konrad Maass zum Aktzeichnen.

Kühne fertigt vor allem Ölbilder, Pastelle, Radierungen und Lithografien. Seine Werke sind von der Liebe zur Natur geprägt. Zu seinen bevorzugten Themen gehören Landschaften, in denen der Mensch körperlich fast immer abwesend ist, aber auch Stillleben und Interieurs. Zur künstlerischen Arbeit reist Kühne viel, u. a. in seiner Heimat in der Altmark. Ab 1993 war er regelmäßig auch in Italien in den Marken und im Latinum. 1988 hatte er einen Arbeitsaufenthalt im Gastatelier des Künstlerhauses der Stadt Salzburg.

Kühne hatte eine große Zahl von Einzel- und Gruppenausstellungen, u. a. 1982/1983 und 1987/1988 an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.

Kühne ist seit 1977 mit Anemone geb. Heuzerot verheiratet. Sie haben zwei Töchter (* 1977 und 1979).

Rezeption „Häufig gestaltet er Landschaften als weit aufgezogene Panoramen, in denen Häuser und Bäume, Boote und Tiere harmonisch zueinander in Beziehung gesetzt werden. Ruhig wie Stillleben wirken diese Kompositionen. Formale Strenge paart sich mit Brillanz der Farbsetzung.“

Axel Schöne, Kunstwissenschaftler.

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Kühnes (unvollständig)

Chemnitz: Kunstsammlungen Chemnitz Dresden: Galerie Neue Meister Dresden: Kunstfonds des Freistaats Sachsen Dresden: Kunstsammlung der Technischen Universität Dresden Dresden: Kunstsammlung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden Königstein: Kunstsammlung der Festung Königstein Salzburg: Kunstsammlung der Stadt

Werkbeispiele

Eva (1979; Öl; auf der IX. Kunstausstellung der DDR) Weinberg (1986; Öl; 70 × 110 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR) Familie beim Abendbrot (1982; Öl; 115 × 88 cm; Arbeit für einen Dresdner Kindergarten; Kunstfonds des Freistaats Sachsen; Inv.- Nr. 677/82) Elblandschaft bei Laubegast (1989; Öl; 80 × 90 cm; Galerie Neue Meister; Inv.-Nr. 89/75)

Literatur Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 495/496.

Weblinks Website von Wolfgang Kühne Wolfgang Kuehne Malerei bei Atelier und Galerie Laubbach Wolfgang Kühne „Spätlese“ - art+form | GALERIE RAHMUNGEN SPECIALS Ausstellung: Wolfgang Kühne – Malerei (2023) Galerie Klinger Kultourspur in der Wische: Maler, Witzbold, Naturbursche - Wolfgang Kühne zeigt Pfingsten Ölbilder in der Salzkirche Werben. volksstimme.de

Einzelnachweise

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