alt=Portraitfoto Ewa Mrowca|mini|Ewa Mrowca (2026) Ewa Mrowca (geboren 1977 in Krakau, Polen) ist eine polnische Cembalistin, Buchautorin und Hochschullehrerin. Sie hat sich besonders auf die historische Aufführungspraxis von Barockmusik spezialisiert.

Werdegang Mrowca nahm 1997 ein Studium an der Musikakademie in Krakau auf, das sie 2002 in der Klasse von Elżbieta Stefańska mit Auszeichnung abschloss. Darauf aufbauend, vertiefte sie ihre Ausbildung als Stipendiatin an der Guildhall School of Music and Dramagsmd.ac.uk in London, unter anderem bei Nicholas Parle.muk.ac.at 2003 erhielt sie dort das Diplom „Music Master“, absolvierte anschließend (von 2003 bis 2006) erfolgreich ein Aufbaustudium an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel in der Klasse von Jörg-Andreas Bötticher. Sie war ebenfalls Stipendiatin der Accademia Musicale Chigiana in Siena. Zu ihren Lehrern gehörten Musiker wie Jesper Bøje Christensen, Kristian Bezuidenhout und Skip Sempé. Sie nahm an zahlreichen Aufnahmeprojekten unter der Leitung von Olivia Centurioni, Benjamin Bayl, Alfredo Bernardini, Jörg-Andreas Bötticher, Paul McCreesh, Peter Van Heyghen, Joshua Rifkin und Jordi Savall teil. Sie promovierte im Jahr 2009 mit einer Arbeit zum Thema „Stilvielfalt in der Basso-continuo-Praxis am Cembalo in der deutschen weltlichen Musik der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts“. Im Jahr 2021 schloss sie ihre Habilitation an der Musikakademie Łódź ab.

Musikalische Karriere Ewa Mrowca begann im Alter von 12 Jahren mit dem Cembalospiel. Im Laufe des Studiums kristallisierte sich ein Repertoire-Schwerpunkt heraus: ihr Haupt-Fokus liegt auf französischer, englischer und deutscher Tastaturmusik des 17. und 18. Jahrhundert, sie ist aber nicht darauf festgelegt, wie etwa ihr Cembalo-Part in Francis Poulencs (1899–1963) Auftragswerk: Concert Champêtre for Harpsichord and Orchestra,youtube.com aufgeführt 2019 mit dem Symphonie-Orchestra der Musik-Akademie Kraków unter Rafał Jacek Delekta, unter Beweis stellt.

Sie nahm an zahlreichen Meisterkursen teil und konzertierte als Solistin und Generalbassspielerin mit verschiedenen Barockensembles in ganz Europa, China, Japan und den USA. Im Jahr 2017 gründete sie zusammen mit Jakub Kościukiewiczvarmiamusica.pl Jakub Kościukiewicz das „Baroque Orchestra Altberg Ensemble“altbergensemble.com „Baroque Orchestra Altberg Ensemble“ und spielt seitdem in diesem Ensemble. Darüber hinaus arbeitet sie als Kammermusikerin mit dem „Musica Antiqua Collegium Varsoviense“earlymusic.pl Musica Antiqua Collegium Varsoviense und dem Ensemble „The Royal Baroque“ sowie mit der „Capella Cracoviensis“.

Ewa Mrowca hat auch mit dem Ensemble „Il Giardino d’Amore“ zusammengearbeitet. Mit diesem Orchester und Jakub Józef Orliński unternahm sie in den Jahren 2021, 2022, 2023 und 2024 Tourneen nach Spanien, Frankreich, Italien und Österreich. An der Warschauer Kammeroper arbeitete Ewa Mrowca mit Deda Cristina Colonnafhnw.ch Deda Cristina Colonna und Benjamin Baylbenjaminbayl.com Benjamin Bayl bei der Produktion der Opern Armide von Jean-Baptiste Lully (2017), Castor et Pollux von Jean-Philippe Rameau (2021) und Dido & Aeneasoperabase.com Dido & Aeneas von Henry Purcell zusammen.

Neben verschiedenen anderen musikalischen Aktivitäten gab sie Cembalokonzerte. Zu den wichtigsten zählen das Recital auf Originalinstrumenten im „Fenton House“nationaltrust.org.uk Fenton House (London 2007), das Recital auf Originalinstrumenten im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (2015), ihr Recital im Nationales Forum für Musik (Breslau 2019, 2022), das Recital im Musikinstrumenten-Museum (Berlin 2020, 2023) und das Recital beim Festival „Actus Humanus“ (Gdańsk (Danzig) 2023, 2024).

Ewa Mrowca spielt oft auf Instrumenten von Detmar Hungerbergdetmarhungerberg.de Detmar Hungerberg und Bruce Kennedy.kennedyharpsichords.com Bruce Kennedy

Anerkennungen und Preise (Auswahl) Mehrere ihrer (Solo)-Alben erhielten internationale Anerkennungen. 2001 – Erster Preis bei der Internationalen Wanda Harpsichord Competitionlandowskacompetition.com Internationalen Wanda Harpsichord Competition im italienischen Terlizzi. 2003 – Gewinn der 'VI. Broadwood Harpsichord Competition' auf Originalinstrumenten in London. 2012f. – Das Debüt-Album: 'Pièces de clavessin' von Jean Nicolas Geoffroy (Dux 0137) erhielt hervorragende Kritiken vom Bayerischen Rundfunk, dem luxemburgischen Fachmagazinpizzicato.lu 'Pizzicato magazine'. Der Kritiker hob zum Beispiel Mwrowcas strukturelle Intelligenz hervor, ihre Fähigkeit, eine Folge von Sätzen nicht als einfache Aneinanderreihung, sondern als klug architektonisch aufgebaute, rhetorische Erzählung vorzutragen. In einer Rezension im polnischen Musikmagazin Ruch Muzycznyruch%20muzyczny Ruch Muzyczny wurde die subtile Zeichensetzung (Phrasierung) und das glänzende Verzierungswerk ihres Spiels hervorgehoben. Das Album wurde für den 'International Classical Music Award 2013' in der Kategorie 'Solo-Aufnahmen' nominiert und im März 2014 mit '5 Diapasons'facebook.com '5 Diapasons' ausgezeichnet. 2022 – Das Album 'The Forqueray Family' (2022) wurde für den polnischen Musikpreis Fryderyk nominiert. 2022 – Das Doppel-Album mit den 'Französischen Suiten' von Johann Sebastian Bach für die 'International Classical Music Awards' (ICMA)icma-info.com 'International Classical Music Awards' (ICMA) nominiert. 2015 – 'Long List', Nominierung für den 'Preis der Deutschen Schallplatten-Kritik', Kategorie 'Jury Alte Musik' (Januar 2025) für das Album: Ph. H. Erlebach, J. C. F. Fischer, S. Kusser, J. Fischer: Ouvertures & Concerto, Altberg-Ensemble unter Jörg-Andreas Bötticher (DUX 1987).

Lehrtätigkeit und Veröffentlichungen Ewa Mrowca unterrichtet als Professorin an der Musikakademie Krakau (AMKP) im Fachbereich für Alte Musik in den Fächern: Cembalo, Generalbass, Kammermusik und Aufführungspraxis. Zuvor unterrichtete sieamuz.lodz.pl in vergleichbarer Funktion an der Musikakademie Łódź. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Cembalo und historische Aufführungspraxis. Ein Teil ihrer Habilitationsschrift wurde als Buch publiziert in dem in Krakau ansässigen wissenschaftlichen und theologischen Verlag 'Unum' : Ewa Mrowca – Jean Nicolas Geoffroy i jego: Pieces de clavessin z paryskiego manuskryptu Rés. 475, (Kraków 2013). Begleitend zu ihrer hochschulischen Lehrtätigkeit bemüht sich Ewa Mrowca um die Näherbringung der Spezifika barocker Tastenmusik und historischer Aufführungspraxis auch für eine breite Öffentlichkeit, etwa in Form eines knapppolskieradio.pl einstündigen Interviews zum Thema im 'Polski Radio', der öffentlich-rechtlichen Hörfunkanstalt in Polen. Die gleiche Intention hat ein gedrucktes Gespräch (der Zugriff ist kostenpflichtig)e-kiosk.pl mit Agnieszka Szwajgier in der Ausgabe 20/2024 der Fachzeitschrift 'Ruch Muzyczny' zum Thema 'Ein Cembalo für Zeitreisen'.

Einspielungen als Solistin (Auswahl) 2012 – Jean-Nicolas Geoffroy (1633–1694):'Pièces de clavessin.' Aufgenommen: 24.–26. Oktober 2011, Bergheim, St. Laurentiuskirche, Quadrath-Ichendorf. (DUX 0137)

2021 – Louis Marchand (1669–1732): 'Pièces de Clavecin' (DUX 1758)

2022 – Johann Sebastian Bach (1685–1750): – 'Die Französischen Suiten, BWV 812–817' (DUX 1759/1760) 2 CD, Hauptpreis des III. Internationalen Wettbewerbs ‘Musikalischer Adler Preis’ 2023 in der Kategorie „Solo-Aufnahme“.

2022 – 'The Forqueray Family' (Werke von verschiedenen Mitgliedern der Familie Forqueray, darunter der berühmte Gambenvirtuose Antoine Forqueray (1672–1745) und sein Sohn Jean-Baptiste Forqueray (1699–1782) (DUX)). Ewa Mrowca, Cembalo.

2025 – Jean-Henry d’Anglebert (1629–1691): 'Pièces de clavecin', 2 CDs (ACD 346). Angekündigt unter dem Mottohttps://baroquiades.com/pieces-de-clavecin-danglebert-mrowca-cd_accord Motto: „Eine Musik, die ganz typisch ist für den Französischen Stil des 17. Jahrhunderts.“ – Verfügbar als Compact Disk und digital, sowohl in 16 Bit/44,1 kHz als auch in Studioqualität: 24 Bit/96 kHz.prostudiomasters.com 24 bit/96 kHz

Einspielungen als Kammermusikerin (Auswahl) 2018 – 'Enemies in Love' – Zwölf Arien und Duette von Georg Friedrich Händel. – Mit 'Il Giardino d’Amore', der Mezzosopranistin Natalia Kawałek und dem Kontertenor Jakub Józef Orliński. Cembalo: Ewa Mrowca.

2022 – Les Philidors – Ausgewählte Kompositionen der berühmten französischen Musiker-Dynastie Philidor, die über Generationen hinweg die wichtigsten Hofmusiker und Komponisten für die französischen Könige von Ludwig XIII. bis Ludwig XVI stellte. (Anne Danican Philidor, François Danican Philidor, Pierre Danican Philidor), Einspielung mit Magdalena Pilch (Traversflöte), Justyna Młynarczyk (Viola da gamba) und Ewa Mrowca (Cembalo) (ARSO 204)

2022 – Georg Philipp Telemann (1681–1767): Suites & Concerto, Altberg Ensemble/Peter Van Heyghen (DUX 1761); Cembalo: Ewa Mrowca und Kris Verhelst. – Nominierung zum 'Fryderyk Preis' 2023 in der Kategorie 'Alte Musik', Goldenes Diplom im dritten internationalen Wettbewerb ‘Musikalischer Adler-Preis' 2023 in der Kategorie 'Alte Musik'.

2024 – Ph. H. Erlebach, J. C. F. Fischer, S. Kusser, J. Fischer: Ouvertures & Concerto, Altberg-Ensemble unter Jörg-Andreas Bötticher (DUX 1987); goldenes Diplom im internationalen Wettbewerb ‘Musikalischer Adler-Preis' 2025 in der Kategorie 'Alte Musik'. Verfügbar als CD und digital: sowohl in 16 bit/44,1 kHz als auch in 24 bit/96 kHz.

Einzelnachweise

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