Jakob Emanuel Feer (* 28. Februar 1754 in Brugg; † 23. Juni 1833 in Aarau; heimatberechtigt in Brugg und Aarau) war ein Schweizer Richter, Grossrat und Aargauer Pfarrer und Politiker.
Leben und Wirken Jakob Emanuel Feer war Sohn des Gastwirts und Handelsmanns Samuel Feer und der Zürcher Bürgerstochter Elisabeth Düring. Nach dem Besuch der Berner Akademie wurde er 1777 ordiniert. Anschliessend war er bis 1780 als Hofmeister junger Berner Patrizier. In erster Ehe heiratete Feer 1781 Salome, Tochter des Brugger Pfarrers Johannes Meyer sowie sieben Jahre später in zweiter Ehe Elisabeth, Tochter des Brugger Pfarrers Heinrich Froelich. Zu ihren Kinder gehörten der Rechtsanwalt und Grossrat Rudolf Feer sowie der Unternehmer und Stadtammann Friedrich Feer.
Feer wurde 1780 Pfarrer in Nidau und fünf Jahre später Stadtpfarrer in Brugg. Ab 1797 setzte er sich für die Unabhängigkeit des Berner Aargaus von Stadt und Republik Bern ein, was ihm den Spitznamen «Revolutionspfarrer» eintrug. Als enger Vertrauter von Philipp Albert Stapfer und Albrecht Rengger erhielt Feer die Ernennung zum Regierungsstatthalter des helvetischen Kantons Aargau. Er übte das Amt von April 1798 bis November 1801 aus.
Nachdem 1803 aus drei Kantonen der neue Kanton Aargau gebildet wurde, setzte sich Feer vor allem für die Schulpolitik ein. Von 1805 bis 1826 unterrichtete er als Professor an der Kantonsschule. Anschliessend war er bis 1831 Appellationsrichter. Zudem wirkte Feer von 1815 bis 1831 als Grossrat.
Literatur Eduard A. Feer: Die Familie Feer in Luzern und im Aargau 1331–1934. Band 2, 1964. S. 414–421.
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