Stefan Rößel (* 29. Januar 1972 in Rudolstadt) ist ein deutscher Diplomat. Er war von 2023 bis 2026 Beauftragter der Bundesregierung für Auswärtige Kulturpolitik. Seit 2026 ist er deutscher Botschafter in Nigeria.

Leben Nach dem Abitur nahm Rößel 1992 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg und der Université d'Aix-Marseille auf. Nach dem Ersten Juristischen Staatsexamen absolvierte er den Studiengang Europäisches Wirtschaftsrecht am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz und erwarb dort den Abschluss Master of Laws (LL.M.).

Anschließend absolvierte er den juristischen Vorbereitungsdienst am Hanseatischen Oberlandesgericht mit Stationen in Hamburg, Berlin und Accra. Im Jahr 2002 legte er das Zweite Juristische Staatsexamen ab.

Stefan Rößel hat zwei Kinder.

Laufbahn im Auswärtigen Amt Nach dem Eintritt in den Auswärtigen Dienst im Jahr 2002 absolvierte Rößel die Laufbahnausbildung an der Akademie Auswärtiger Dienst in Bonn.

Von 2003 bis 2006 war er an der Deutschen Botschaft in Algier tätig. Dort war er unter anderem für Rechts- und Konsularangelegenheiten sowie für Menschenrechts-, Presse- und Kulturfragen zuständig.

Anschließend wechselte er in das Auswärtige Amt nach Berlin. Von 2006 bis 2008 war er Referent in der Europaabteilung mit Zuständigkeit für den europäischen Binnenmarkt sowie Industrie- und Wettbewerbspolitik. Von 2008 bis 2010 arbeitete er in der Politischen Abteilung zu Fragen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie internationaler Militäreinsätze.

Danach wechselte Rößel an die deutsche Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen nach New York City. Während der deutschen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen 2011/2012 bearbeitete er vor allem afrikanische Themen.

Nach seiner Rückkehr nach Berlin in das Auswärtige Amt war er von 2014 bis 2018 Referent und stellvertretender Referatsleiter in der Personalabteilung mit Zuständigkeit für Dienstrecht, Prozessvertretung und Organisationsgrundsatzfragen.

Von 2018 bis 2022 gehörte Rößel dem Leitungsstab sowie dem Büro des Bundesministers des Auswärtigen Heiko Maas und ab 2021 der Bundesministerin des Auswärtigen Annalena Baerbock an. Dort war er unter anderem für Themen der Auswärtigen Kulturpolitik, der Vereinten Nationen sowie der Rüstungskontrolle und Abrüstung zuständig.

Von 2023 bis 2026 war Rößel Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik im Auswärtigen Amt.

Seit 2026 ist er Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Nigeria mit Amtssitz in Abuja.https://foreignaffairs.gov.ng/news/the-ambassador-extraordinary-and-plenipotentiary-of-the-federal-republic-of-nigeria-to-the-german-federation-his-excellency-amb-ita-solomon-enang-received-in-audience-the-ambassador-designate-of/

Weblinks Deutsche Botschaft Abuja

Einzelnachweise

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