Thomas Berger (* 1966) ist ein deutscher Agrarökonom und Hochschullehrer für Ökonomik der Landnutzung an der Universität Hohenheim. Sein Hauptforschungsbereich sind computergestützte Landnutzungssysteme in Entwicklungsländern unter Berücksichtigung von Bioökonomie und Klimawandel.Thomas Berger auf der Website der Universität Hohenheim

Leben und Wirken Nach Abschluss einer landwirtschaftlichen Lehre studierte Thomas Berger Agrarwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen. Er schloss das Studium als Diplom-Agraringenieur ab und wurde 2000 bei Wilhelm Brandes mit einer Arbeit zu agentenbasierten räumlichen Modellen in der Landwirtschaft promoviert.

Anschließend leitete Berger am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn eine von der Robert Bosch Stiftung geförderte Nachwuchsforschungsgruppe. Im Jahr 2006 habilitierte er sich dort im Fach Agrar- und Ressourcenökonomik.

Im Jahr 2004 wechselte Berger als Stiftungsgastprofessor für Entwicklungsländerforschung an die Universität Hohenheim. Seit 2007 ist er Professor für Ökonomik der Landnutzung am Hans-Ruthenberg-Institut.

Forschung Berger untersucht mithilfe ökonomischer und computergestützter Modelle Landnutzungsentscheidungen landwirtschaftlicher Betriebe und deren Wechselwirkungen mit ökologischen, ökonomischen und institutionellen Rahmenbedingungen. Einen Schwerpunkt bildet die Anwendung bioökonomischer Simulationsmodelle für die Politikanalyse auf Landschaftsebene. Weitere Arbeitsgebiete sind Wasserressourcenmanagement, Anpassung an Klimavariabilität und Klimawandel sowie Nutzungskonflikte zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Biodiversität.

Wissenschaftliche Funktionen Im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereichs 564 „The Uplands Program“ leitete Berger ein Teilprojekt zu landwirtschaftlichen Innovationen und Nachhaltigkeitsstrategien in Südostasien. Er war stellvertretender Sprecher der DFG-Forschergruppe FOR 1695 „Agricultural Landscapes under Global Climate Change“ und hier als Teilprojektleiter für die Integration von Landsystemmodellen verantwortlich. Bis 2022 war Berger Forschungsdirektor für Modellierung und Simulation komplexer Systeme am Computational Science Hub der Universität Hohenheim. Anschließend übernahm er die Sprecherfunktion in den Arbeitsgruppen High-Performance Computing und Hybrid Intelligence.

Auszeichnungen 2000: Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Informatik in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (GIL) für die beste Dissertation 2005: Henry Schapper Fellowship der University of Western Australia 2020: Gips-Schüle-Forschungspreis „Freiräume für die Forschung“

Weblinks Thomas Berger bei Google Scholar Thomas Berger bei ResearchGate Publikationsliste Thomas Berger auf der Website der Universität Hohenheim Thomas Berger bei ORCID Hohenheim dictionary of agricultural biographies. Universität Hohenheim, Thomas Berger p 76 DOI:10.60848/13100

Einzelnachweise

Kategorie:Agrarwissenschaftler (20. Jahrhundert) Kategorie:Agrarwissenschaftler (21. Jahrhundert) Kategorie:Agrarökonom Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hohenheim) Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Mann