Jörg Ursprung (* 29. August 1919 in Zurzach; † 23. März 1997 in Suhr) war ein Schweizer Politiker (SVP) und Regierungsrat (1969–1983) des Kantons Aargau.

Jörg Ursprung wuchs im katholischen Elternhaus des Anwalts Werner Adolf Max und von Olga geborene Barben auf. Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Zürich und legte seine Dissertation zu den Rechtsverhältnissen am Militärmaterial vor. Aus seinem Amt als Aargauischer Oberrichter liess er sich 1969 in die Exekutive des Kantons wählen, wo er bis 1983 tätig war. Parteipolitisch gehörte er der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) und anschliessend der Schweizerischen Volkspartei an.

Jörg Ursprung leitete das Baudepartement und verantwortete das erste aargauische Baugesetz. Grosse Bauvorhaben wurden in seiner Amtszeit realisiert, so drei Nationalstrassenabschnitte, der Ausbau des Radwegnetzes, Bachkorrektionen und Kläranlagen, der Neubau des Kantonsspitals Baden, der Ausbau des Kantonsspitals Aarau und der psychiatrischen Klinik Königsfelden sowie Erweiterungen der sechs aargauischen Mittelschulen.

Bereits 1965, also vor seiner Wahl in den Regierungsrat, war der damalige Oberrichter Jörg Ursprung im Auftrag der Regierung als Vermittler zwischen den verschiedenen Interessen in der Angelegenheit «Melioration der Reussebene» tätig. Beim in seiner Amtszeit ausgearbeiteten Gesetz zu Meliorationen und Hochwasserschutz in der Reussebene leistete diese Vermittlertätigkeit einen wichtigen Beitrag. Im Zuge des aufkommenden Umweltschutzes in den 1970er Jahren geriet der baufreudige Ursprung unter Druck.

Während seiner Regierungszeit bekleidete Ursprung dreimal (1973/1974, 1977/1978, 1982/1983) das Amt des Landammanns.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Regierungsrat (Aargau) Kategorie:Richter (Schweiz) Kategorie:BGB-Mitglied Kategorie:SVP-Mitglied Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1919 Kategorie:Gestorben 1997 Kategorie:Mann