Hans Eduard Emil Julius Gustav von Heemskerck (* 18. August 1880 in Geestemünde; † 28. August 1942 in Nürnberg) war ein deutscher Offizier und Ministerialbeamter.

Leben mini|Hans Eduard von Heemskerck (stehend in der Mitte mit Kragenpatten) auf dem Phönizischen Bäderexpress in Afula, 1918 Hans Eduard von Heemskerck, Enkel des nassauischen Beamten und Politikers Wilhelm von Heemskerck, stammte aus dem niederländischen Adelsgeschlecht van Heemskerck, das 1896 mittels eines von seinem Vater gekauften Offizierspatents unter dem Namen von Heemskerck auch in den preußischen Adel eingeführt wurde. Sein 1913 geborener Sohn Hendrik war ebenfalls Offizier der Luftwaffe.

1899 trat von Heemskerck in die Preußische Armee ein. Er diente zunächst bis 1904 im Füsilier-Regiment „von Gersdorff“ (Kurhessisches) Nr. 80, zuletzt als Leutnant. Anschließend war er als Erzieher tätig, von 1904 bis 1907 an der Kadettenanstalt Potsdam und 1907 kurzzeitig an der Kadettenanstalt Lichterfelde. Von 1907 bis 1909 war er persönlicher Erzieher der Prinzen Heinrich XXXVIII. und Heinrich XLII., der beiden jüngeren Söhne von Heinrich XVIII. Reuß zu Köstritz.

Von 1909 bis 1914 war von Heemskerck Kompanieoffizier im 4. Garde-Regiment zu Fuß und absolvierte eine Fliegerausbildung. Anschließend war er nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1915 zur besonderen Verwendung in der Feldfliegerabteilung 11. Danach war er von 1915 bis 1916 Führer der Feldfliegerabteilung 42, der Feldfliegerabteilung 5 und zuletzt der Feldfliegerabteilung 300 „Pascha“ im Asien-Korps an der Palästinafront. Von 1916 bis 1917 war er Staffelführer einer Fliegerstaffel. 1917 absolvierte er eine Generalstabsausbildung. Daraufhin war er von 1917 bis 1918 Kommandeur der Flieger der Heeresgruppe Yıldırım, einer Heeresgruppe der Osmanischen Armee, die an der Palästinafront eingesetzt wurde. Von 1918 bis 1919 war er Generalstabsoffizier beim Stab der 3. Landwehr-Division. 1920 schied er mit Charakter als Major aus dem Militärdienst aus.

Über seinen Werdegang in der Weimarer Republik ist nichts bekannt. 1936 trat von Heemskerck in den Dienst des Reichsluftfahrtministeriums ein. Dort war er Leiter der Abteilung „Mineralöl“ im Rohstoff- und Devisenstab beim Generalluftzeugmeister. 1937 wurde er zum Ministerialdirigenten ernannt. In dieser Funktion war er auch Mitglied verschiedener Aufsichtsräte, unter anderem bei Reichskraftsprit, der Wirtschaftlichen Forschungsgesellschaft und der Kontinentale Öl.

Von Heemskerck starb zehn Tage nach seinem 62. Geburtstag infolge eines Luftangriffs auf Nürnberg im August 1942.

Literatur Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945. Band 2. Habermehl-Nuber. Biblio, Osnabrück 1991, ISBN 3-7648-1701-1.

Weblinks Hans Eduard von Heemskerck auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien

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