Meister Ingold ist der Verfasser des Predigtzyklus Das goldene Spiel („Guldîn Spil“). Er lebte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als Dominikaner in Basel und Straßburg. Er wird mit dem 1415 schriftlich erwähnten Basler Dominikaner Ingold Wild identifiziert.

Leben Das Ulmer Provinzialkapitel schickte Ingold 1400 zum Studium nach Mailand. Einige Jahre später ist er in Basel nachweisbar, bevor er 1416 in Wien immatrikuliert wird. Akademische Grade sind jedoch nicht nachweisbar. Den Titel magister/Meister erhielt er erst später für seine Lehrtätigkeit bei den Basler Dominikanern.

1429 wechselte er nach Straßburg, wo er Lesemeister wurde und viele Predigten hielt. Ingold starb zwischen 1440 und 1450.

Werk Ingold ist vor allem für Das goldene Spiel bekannt, einen Predigtzyklus über die sieben Todsünden, in dem er zu jeder der Todsünden ein Spiel beziehungsweise ein Vergnügung scholastisch-moralisch ausdeutet.

Literatur Hellmut Rosenfeld: Meister Ingold (Wild). In: Verfasserlexikon Bd. 4 (1983), Sp. 381–386. Edward Schröder (Hrsg.): Das goldene Spiel von Meister Ingold. Elsässische Literaturdenkmäler 3. Straßburg 1882. ; PDF auf Commons

Weblinks Meister Ingold: ‘Guldîn spil’ im Handschriftencensus Das goldene Spiel, arlima.net Meister Ingold: Das püchlein vom guldin spil, Textausgabe in der Bibliotheca Augustana

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