Dorippinae ist eine Unterfamilie der Krabben mit einer rezenten und einer fossilen Gattung. Von den beiden rezenten Arten kommt eine im westlichen und eine im zentralen Indopazifik vor.
Merkmale Der Carapax ist breiter als lang, vorn abgeflacht und hinten konvex. Die Rückenfläche ist kaum strukturiert und eher glatt. Die Hals- und Herz-Kiemen-Furchen sind tief. Die Stirn trägt zwei dreieckige, nach vorn gerichtete Zähne, die durch eine tiefe Einziehung getrennt sind. Der innere Augenhöhlenwinkel ist dreieckig oder stumpf. Der äußere Augenzahn ist scharf, spitz und reicht etwa so weit nach vorn wie die Stirnzähne. Vorderer und hinterer Seitenrand sind unbewehrt und nur wenig voneinander abgegrenzt. Die Augenstiele sind einwärts gebogen und in der tiefen Augenhöhle und vom äußeren Augenzahn gut geschützt. Die Antennule ist nahezu vollständig in ihre Grube eingefaltet. Das basale Antennenglied liegt frei, zweites und drittes Glied sind gut entwickelt und frei beweglich und haben einem beborsteten Außenteil. Die übrigen Antennenglieder sind vorwärts gerichtet, die Antennengeißel nach außen gebogen.
Die Scherenbeine sind meist symmetrisch. Nur bei sehr großen Männchen ist eine Schere größer, die dann geschwollen ist und kurze Finger hat, während die kleinere Schere schlanke und nach unten gebogene Finger aufweist. Die ersten beiden Schreitbeine sind nicht sehr lang, wobei das zweite das längste ist. Alle Beinglieder sind kurz, breit, abgeflacht und unbewehrt.
Das thorakale Sternum ist bei Männchen glatt, bei Weibchen fein gekörnt. Der erste Sternit (S1) ist spitz, der zweite fünfeckig und vom dritten durch eine breite Vertiefung abgegrenzt. Der große dritte Sternit ist seitlich ausgezogen, der vierte trägt nahe der Mitte zwei Erhebungen. Die Naht zwischen drittem und vierten Sterniten ist eher lang und endet bei Männchen in einer deutlichen Vertiefung. Das weibliche Sternum ist im Bereich der Mittelleiste am sechsten Sterniten stark rückwärts gekrümmt. Die Sternopleonalhöhle ist tief und sehr schmal. Bei Männchen sind alle Somiten des Pleons frei beweglich. Der sechste Somit ist verlängert, sehr schmal, hat konkave Seitenränder und hinten vorstehende Seitenwinkel. Das Telson ist dreieckig und seine Spitze reicht bis zur Naht S5/6. Das Pleon der Weibchen ist breit und abgerundet, die Somiten 2 bis 5 haben einen deutlichen, stumpfen Querkiel. Das Telson ist klein und hat einen halbkreisförmigen Hinterrand.
Das erste Gonopodium ist kurz, hat eine verlängerte Coxa und die Basis umgibt nahezu den gesamten Endopoditen. Der Spitzenfortsatz ist verdreht und dicht vor dem Ende tritt eine Ansammlung von Borsten auf. Der Basallappen ist abgerundet und mit mehreren Borsten bedeckt. Das zweite Gonopodium ist kürzer als das erste, gerade und die Geißel undeutlich. Die beiden relativ großen Vulvae liegen nahe beieinander auf einer Erhöhung auf dem sechsten Sterniten.
Systematik Die Unterfamilie beherbergt eine fossile (mit † gekennzeichnet) und eine rezente Gattung: Bartethusa , 1981 † Dorippoides , 1969
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Einzelnachweise
Kategorie:Dorippidae (Familie) Kategorie:Dorippidae