Hohne bei Bergen war bis 1938 eine Gemeinde im Landkreis Celle in der preußischen Provinz Hannover. Die Gemeinde wurde bei der Anlage des Truppenübungsplatzes Bergen fast vollständig devastiert. Das ehemalige Gemeindegebiet gehört heute zum gemeindefreien Bezirk Lohheide im Landkreis Celle in Niedersachsen.

Geographie Das Dorf Hohne bei Bergen lag etwa fünf Kilometer westlich von Bergen. Zur Gemeinde gehörten außerdem die Wohnplätze Auf dem Heidberge, Bredebeck, Brockhof, Hohneforst, Hohnerode, Lohe, Lohheidsbrücke, Manhorn und Ohlhof.gov.genealogy.net: Hohne bei Bergen Heute liegt das gesamte ehemaligen Gemeindegebiet im Truppenübungsplatz Bergen. Fast alle Wohnplätze der Gemeinde sind devastiert; lediglich das Schloss Bredebeck ist erhalten. Innerhalb von Lohheide umfasst das ehemalige Gemeindegebiet die Fluren 1 bis 24. mini|Schloss Bredebeck, bis 1938 zur Gemeinde Hohne bei Bergen gehörig

Geschichte Das Dorf Hohne gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Bergen des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Bergen im Departement der Aller. 1814 fiel Hohne an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Bergen. 1867 fiel die Gemeinde Hohne mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Celle. Zur Unterscheidung von einer weiteren Gemeinde mit dem Namen Hohne im Landkreis Celle trug die Gemeinde seitdem den Namen Hohne bei Bergen.

Im Jahre 1934 wurde das Gebiet für einen Truppenübungsplatz in der Lüneburger Heide zwischen Fallingbostel und Bergen festgelegt. Dazu gehörte auch das gesamte Gebiet der Gemeinde Hohne bei Bergen. In den Jahren bis zur Inbetriebnahme des Truppenübungsplatzes im Jahre 1938 musste die gesamte Bevölkerung das Gebiet verlassen. In den folgenden Jahren wurde die alte Bebauung durch den militärischen Übungsbetrieb fast vollständig zerstört.

Durch einen Beschluss des Preußischen Staatsministeriums wurde die Gemeinde Hohne bei Bergen am 1. August 1938 aufgelöst und ihr Gebiet in den neugeschaffenen Gutsbezirk Platz Bergen eingegliedert.Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1938, Sonderbeilage zu Stück 34 Dieser Gutsbezirk umfasste das gesamte Gebiet des Truppenübungsplatzes und wurde dem Landkreis Fallingbostel zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Gutsbezirk in die gemeindefreien Bezirke Lohheide und Osterheide geteilt, wobei Lohheide in den Landkreis Celle zurückkehrte.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle 1812 188 1845 230 1871 260 Volkszählung 1871 1885 261 Volkszählung 1885 1895 261 Volkszählung 1895 1910 273 1925 354 Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen 1930, Provinz Hannover 1933 352

Bau- und Bodendenkmale Das Schloss Bredebeck, sein Schlosspark und die dortige Lindenallee stehen unter Denkmalschutz. Ein Grabhügelfeld in dem Waldgebiet Raafheide ist ein geschütztes Bodendenkmal.

Einzelnachweise

Kategorie:Lohheide Kategorie:Wüstung im Landkreis Celle Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Celle) Kategorie:Gemeindeauflösung 1938