Karczemka mit Rybaki () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki. mini|Wohngebäude in Karczemka
Geographische Lage Karczemka liegt am Kanał Elbląski () im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 16 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 30 Kilometer nordwestlich der Kreismetrpole Ostróda. mini|links|Der Kanał Elbląski bei Karczemka
Geschichte Das einstige Dorf Hoffnungsmühle bestand in seinem Kern aus einem Sägewerk und gehörte bis 1928 zum Gut Bauditten.Dietrich Lange: Hoffnungsmühle, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Die Anfänge der Besiedlung reichten bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Das Hauptgebäude des Ortes war und blieb die Sägemühle. Die Brücke über den Oberländischen Kanal wurde 1875 errichtet.
Als 1874 der Amtsbezirk Bauditten im ostpreußischen Kreis Mohrungen im Regierungsbezirk Königsberg gebildet wurde, gehörte Hoffnungsmühle als Ortsteil vom Gut Bauditten dazu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Bauditten
Im Jahre 1885 zählte Hoffnungsmühle 39 Einwohner, im Jahre 1905 waren es 53.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Hoffnungsmühle
Im Jahre 1928 wurde Hoffnungsmühle mit dem Gut Bauditten in die Landgemeinde Bauditten eingegliedert, und der kleine Ort war nun Teil dieser Gemeinde.
Als in Kriegsfolge 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen agbetreten wurde, erhielt Hoffnungsmühle der polnische Namensform „Nadziejki“ – in polnischer Übersetzung der deutschen Ortsbezeichnung (Nadzieja = „Hoffnung“). Erst danach wurde der Name „Karczemka“ bestimmt. Karczemka ist heute eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 waren in Karczemka, das zum Sołectwo (= „Schulzenamt“) Sambród gehört, 15 Einwohner gemeldet.
Rybaki (Hoffnung) Unmittelbar neben Hoffnungmühle lag die kleine Siedlung Hoffnung.Dietrich Lange: Hoffnung, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Der Ort entstand als Krug und hieß vor 1895 Hoffnungskrug. Wie die Nachbarsiedlung Hoffnungsmühle war er bis 1928 in das Gut Bauditten eingemeindet,Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Hoffnung (Landkreis Mohrungen) das ab 1874 zum gleichnamigen Amtsbezirk gehörte.
Im Jahre 1885 zählte die Siedlung Hoffnungskrug elf Einwohner, und im Jahre 1905 waren in Hoffnung neun Einwohner registriert. Im Jahre 1928 wechselte der Ort vom Gut Bauditten in die neu geformte Landgemeinde gleichen Namens.
Nach 1945 erhielt die Siedlung Hoffnung die polnische Namensform „Rybaki“, gleichlautend mit der polnischen Bezeichnung für Fischerbuden auf der gegenüber liegenden Seite des Kanał Elbląski.
Religion Bis 1945 gehörte Hoffnungsmühle zum Kirchspiel der evangelischen Kirche Groß Arnsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467 außerdem zur römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph in Mohrungen.
Heute ist Karczemka in die katholische Pfarrei Chojnik im Dekanat Morąg, Bistum Elbląg, eingeliedert, außerdem in die evangelische Kirchengemeinde Morąg, die jetzt eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.
Die kirchliche Zugehörigkeit der kleinen Siedlung Hoffnung resp. Rybaki war und ist entsprechend der kirchlichen Zugehörigkeit des Nachbarorts Hoffnunsgmühle resp. Karczemka geregelt.
Verkehr Karczemka liegt an der Woiwodschaftsstraße 613 die – hier parallel zur Schnellstraße 7 (Europastraße 77) – über Małdyty bis nach Miłomłyn verläuft.
Die nächste Bahnstation ist Małdyty an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo.
Weblinks
Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Hoffnung
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Małdyty