Marie Elisabeth Affentranger (* 1. Dezember 1901 in Reiden; heimatberechtigt ebenda; † 9. Februar 1996 in Vijayawada, Indien) war eine Schweizer Missionskrankenschwester.
Leben Marie Elisabeth Affentranger aus Reiden war Tochter des Sigmund Affentranger und der Elisabeth geborene Keist. Früh verwaist, wuchs sie in verschiedenen Familien auf. 1922 trat sie in die Gemeinschaft der St.-Anna-Schwestern (Luzern) ein und liess sich zur Krankenpflegerin ausbilden. Nach Einsätzen im Elsass und in Florenz wurde sie am 4. Dezember 1927 zusammen mit drei anderen Schwestern nach Britisch-Indien entsandt, wo sie die St.-Anna-Mission mitbegründete. 1930 bis 1940 wirkte sie als Oberschwester im Government Hospital in Machilipatnam, um 1940 das erste eigene Spital (St. Ann’s Hospital) in Vijayawada zu eröffnen. Daneben gründete sie 1945 eine Schwesternschule, zahlreiche Missionsstationen, Schulen und Hilfszentren.
Im Jahr 1947 verlieh ihr der englischen König Georg VI. die Goldmedaille Kaisar-i-Hind Medal mit der Inschrift «Für öffentliche Dienste in Indien» und zugleich das Ehrenbürgerrecht. Die Medaille wurde ihr am 6. März 1948 durch den Gouverneur von Indien überreicht.
Marie Elisabeth Affentranger war bis 1970 Oberin, 1954 bis 1969 auch Regionaloberin der Region Indien ihrer Gemeinschaft.
Literatur
75 Jahre Gemeinschaft der St.-Anna-Schwestern. 1985, S. 36–49.
Weblinks
The Gazette of India, 12 June 1947 – Bekanntgabe der Verleihung der Kaisar-i-Hind Gold Medal an Sister Mary Elizabeth Affentranger (Seite 4, linke Spalte, 4. Eintrag von oben) Indien-Pioniere – DRS Aktuell, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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