Karl Sebastian Mangstl (* 1811; † 1864 in München) war ein deutscher Verwaltungsjurist und bayerischer Regierungsrat. Er war unter anderem als Landrichter in Schongau tätig. Bekannt ist er auch als Ehemann der bayerischen Hofopernsängerin Karoline Hetzenecker.
Leben mini|250px|hochkant|Moritz von Schwind malte 1848 Karoline Hetzenecker, ein Jahr vor ihrer Hochzeit mit Mangstl Karl Sebastian von Mangstl wurde 1811 geboren. Über seine Herkunft und seine Ausbildung liegen bislang nur wenige gesicherte Angaben vor. Er trat in den bayerischen Staatsdienst ein und machte dort eine Verwaltungslaufbahn.
1849 wurde Mangstl zum Landrichter von Schongau ernannt. Das Amt entsprach in seiner damaligen Funktion weitgehend der Stellung eines heutigen Landrats. Im selben Jahr heiratete 1849 er die Münchner Hofopernsängerin Karoline Hetzenecker (1822–1888). Hetzenecker beendete im Zusammenhang mit der Heirat ihre erfolgreiche Bühnenlaufbahn und zog mit ihrem Ehemann nach Schongau. Das Ehepaar hatte drei gemeinsame Kinder. Nach etwa fünf Jahren kehrte die Familie nach München zurück.
Mangstl setzte seine Laufbahn im bayerischen Staatsdienst fort und führte später den Titel eines Regierungsrats. Für das Jahr 1854 ist seine Tätigkeit bei der Regierung von Unterfranken und Aschaffenburg dokumentiert. In diesem Jahr wurde seine Versetzung von der Kammer des Inneren bei der Regierung von Unterfranken zur entsprechenden Behörde bei der Regierung von Niederbayern verfügt.
Tod Anfang Januar 1864 verschwand Mangstl unter ungeklärten Umständen in München. Nach einem Bericht über seine Familie wurde er seit dem 11. Januar 1864 vermisst. Am Ufer der Isar bei Oberföhring wurden seine Kleidungsstücke gefunden. Erst etwa sechs Wochen später wurde seine Leiche in einem Altwasser bei Freimann entdeckt. Die näheren Umstände seines Todes sind nicht eindeutig geklärt. Die Angabe, Mangstl sei am 26. Februar 1864 im Alter von 53 Jahren durch Ertrinken gestorben, wie teilweise in den Quellen angegeben lässt sich nicht zweifelsfrei in Einklang bringen.
Grabstätte mini|250px|Grab von Karl Mangstl auf dem Alten Südlichen Friedhof in München
Die Grabstätte von Karl Mangstl befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 34 – Reihe 13 – Platz 28) .
In dem Grab ist auch Mangstls Ehefrau Karoline Hetzenecker begraben. Sie überlebte ihren Mann um 24 Jahre. Sie starb am 10. August 1888 in München und in dem Grab bestattet. Die Grabstätte ist trotz gegenteiliger Angaben in verschiedenen Quellen erhalten. Nicht erhalten ist aber die Inschrift auf der Grabplatte.
Literatur Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert. Ausstellungskatalog, Heidelberg/Karlsruhe/Leipzig, 1996. Bayerisches Hauptstaatsarchiv: Akten zu Karl von Mangstl. Staatsarchiv Würzburg: Regierung von Unterfranken und Aschaffenburg, Präsidium, Nr. 515.
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Einzelnachweise
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