mini|270x270px|Hans-Robert Kreutz (2022) Hans-Robert Kreutz (* 22. September 1950 in Siegen) ist ein deutscher Motorsportfunktionär, Arzt und Sportmediziner. Er war Präsident des Deutschen Motorsport-Verbandes (DMV), langjähriges Mitglied des Präsidiums des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) und leitete von 1991 bis 2010 die Commission Médicale Internationale (CMI), die medizinische Kommission des Motorradsport-Weltverbandes Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM). Seit 2013 ist er Ehrenpräsident dieser Kommission.

Leben und Beruf Kreutz studierte von 1969 bis 1975 Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. 1976 erhielt er die Approbation als Arzt. Nach Tätigkeiten als Medizinalassistent, Assistenzarzt und Stabsarzt bei der Bundeswehr arbeitete er ab 1980 als Facharzt für Allgemeinmedizin in einer Gemeinschaftspraxis. Daneben war er als Notarzt tätig.

Motorsportfunktionär und Sportmediziner Kreutz kam zunächst als Streckensprecher und Moderator zum Motorsport. Ab 1968 war er über viele Jahre vor allem bei Bahnsportveranstaltungen tätig. Von 1977 bis 1985 übernahm er verschiedene Vorstandsfunktionen im MSC „Freier Grund“.

Ab 1978 war Kreutz Verbandsarzt der damaligen Obersten Motorradsport-Kommission (OMK), der früheren nationalen Sporthoheit für den Motorradsport in Deutschland. Von 1981 bis 1995 betreute er als Teamarzt die Enduro-Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften. Nach der Gründung des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) 1997, der ab 1998 die Aufgaben von OMK und der Obersten Nationalen Sportkommission für den Automobilsport in Deutschland (ONS) übernahm, fungierte Kreutz als Verbandsarzt für den Motorradsport. Im neuen Verband übernahm Kreutz außerdem weitere medizinische und sicherheitsbezogene Funktionen. Er war unter anderem auch Vorsitzender der AG „Ärzte“, Anti-Dopingbeauftragter und von 2004 bis 2014 Vorsitzender der AG „Sicherheit Motorradsport“.

Internationale Funktionen in der FIM Ab 1979 wirkte Kreutz in medizinischen Gremien der Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM) mit. Von 1991 bis 2010 leitete er die Commission Médicale Internationale (CMI), die medizinische Kommission des Motorradsport-Weltverbandes. Schwerpunkte seiner internationalen Tätigkeit bildeten die Mitwirkung an der Definition medizinischer Standards im Motorradsport und des Anti-Doping-Codes der FIM. Außerdem war er mit der Umsetzung von Anti-Doping-Maßnahmen im internationalen Motorradsport sowie mit der medizinischen Inspektion internationaler Rennstrecken befasst. Kreutz vertrat die FIM unter anderem bei der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Lausanne.

Funktionen im DMV und DMSB Im Deutschen Motorsport Verband war Kreutz ab 2004 Vizepräsident und übernahm in den Jahren 2010/11 die Präsidentschaft im Interim. Er wurde 2011 in diesem Amt bestätigt, trat aber im selben Jahr zurück. 2012 wurde Wilhelm A. Weidlich zu seinem Nachfolger gewählt. Kreutz konzentrierte sich danach auf seine Aufgaben im DMSB-Präsidium und bei der FIM.

Dem Präsidium des Deutschen Motor Sport Bundes gehörte Kreutz seit 2008 an. Dort war er für die Bereiche Finanzen, Recht und Verwaltung zuständig. 2026 trat er nach 18 Jahren im Präsidium nicht erneut zur Wahl an, da er die Altersgrenze erreicht hatte.

Auszeichnungen 2013 ernannte die FIM Kreutz zum Ehrenpräsidenten ihrer medizinischen Kommission. Zudem ist er Ehrenmitglied des Deutschen Motorsport Verbandes. Kreutz ist Inhaber der DMSB-Ehrennadel in Gold mit Brillanten.

Einzelnachweise

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