Steinförde ist ein Ortsteil der Gemeinde Wietze im Landkreis Celle in Niedersachsen. Bis 1928 bildete Steinförde eine eigenständige Gemeinde.
Geographie Zur ehemaligen Gemeinde Steinförde gehörte der gesamte östliche Teil des heutigen Ortes Wietze. Die Grenze zwischen den beiden Gemeinden verlief etwa da, wo heute in Wietze die Nienburger Straße in die Steinförder Straße übergeht. Steinförde war ursprünglich ein kleines Dorf westlich der Wietze an der Steinförder Straße und der Wieckenberger Straße. Mit der Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts dehnte sich die Bebauung von Steinförde nach Osten auf die andere Wietzeseite, nach Westen in Richtung des Kirchdorfs Wietze und nach Süden Richtung Wieckenberg aus. Steinförde wuchs dadurch mit Wietze und Wieckenberg zusammen.
Geschichte Steinförde gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Winsen an der Aller des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Winsen im Departement der Aller. 1814 fiel Steinförde an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt bzw. zur Amtsvogtei Winsen an der Aller und ab 1859 zum Amt Celle.Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86 1867 fiel die Gemeinde Steinförde mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Celle. Mit dem Beginn der großflächigen Erdölförderung im Raum Wietze in den 1900er Jahren sowie der Errichtung eines Kaliwerks im Jahre 1909 kam es in Steinförde zu einem deutlichen Bevölkerungszuwachs.
Am 17. Oktober 1928 wurde Steinförde nach Wietze eingemeindet.Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1928, S. 255
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Quelle 1812 153 1845 192 1871 218 Volkszählung 1871 1885 296 Volkszählung 1885 1895 299 Volkszählung 1895 1905 522 Volkszählung 1905 1910 982
Baudenkmale
Die Hofanlage Steinförder Straße 49, das Vierständer-Fachwerkhaus und die Scheune Steinförder Straße 60, die Villa Steinförde an der Steinförder Straße 126 sowie das Gefallenendenkmal an der Steinförder Straße 12 stehen unter Denkmalschutz.
Vereine Der Schützenverein Wietze-Steinförde betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des Schützenbrauchtums.Webauftritt des Schützenvereins Wietze-Steinförde
Verkehr Die Steinförder Straße ist Teil der Bundesstraße 214, die von Celle nach Nienburg/Weser führt. Die stillgelegte und abgebaute Bahnstrecke Celle–Wahnebergen besaß den Bahnhof Wietze-Steinförde.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Wietze Kategorie:Ort im Landkreis Celle Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Celle) Kategorie:Gemeindeauflösung 1928