Wilhelm Carl Emil Schütt (* 19. Dezember 1878 in Rostock; † 3. Juli 1948 in Schwerin)Geburtsurkunde Nr. 1104/1878, Standesamt Rostock, Stadtarchiv RostockSterbeurkunde Nr. 1029/1948, Standesamt Schwerin, Stadtarchiv Schwerin war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalintendant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.
Leben Schütt besuchte das Realgymnasium in Rostock. 1896 trat er als Freiwilliger in die Preußische Armee ein. Danach war er bis 1905 im Militärintendanturdienst des Großherzoglich Mecklenburgischen Füsilier-Regiments „Kaiser Wilhelm“ Nr. 90 tätig. Anschließend war er von 1905 bis 1910 in der Intendantur des XVII. Armeekorps und von 1910 bis 1916 in der Intendantur des XIV. Armee-Korps tätig. Von 1916 bis 1919 war er Divisionsintendant der 121. Infanteriedivision.
Nach dem Ersten Weltkrieg war Schütt von 1920 bis 1934 Intendant bei der mecklenburgischen Sicherheits- und Landespolizei. Von 1921 bis zu ihrer Auflösung 1933 war er Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei.
Im Dezember 1934 wurde Schütt wieder in den Militärdienst übernommen und war zunächst bis August 1936 Intendanturrat beim Luftkreiskommando I Königsberg. Im April 1935 wurde er zum Regierungsrat ernannt. Anschließend war er von September 1936 bis Juni 1938 im Luftkreiskommando VII Braunschweig, von Juli 1938 bis August 1941 im Luftgaukommando XI Hannover/Hamburg und von August 1941 bis Oktober 1942 im Luftgaukommando Holland tätig. Im Juni 1940 wurde er zum Oberregierungsrat ernannt.
Von November 1942 bis März 1944 war Schütt Gruppenleiter in der Abteilung „Verpflegung“ im Luftwaffenverwaltungsamt des Reichsluftfahrtministeriums. Im April 1943 wurde er zum Ministerialrat bzw. Oberstintendanten ernannt. Er war von März bis April 1944 beim Stab des XI. Fliegerkorps und von Mai bis August 1944 beim Stab des Fallschirmarmeeoberkommandos 1 tätig. Bei Letzterem war er anschließend bis April 1945 Armeeintendant. Im Dezember 1944 wurde er zum Ministerialdirigenten bzw. Generalintendanten ernannt. In den letzten Kriegswochen war er von April bis Mai 1945 Intendant beim Oberbefehlshaber der Fallschirmtruppe, Kurt Student.
Im Juli 1945 gehörte Schütt zu den Gründungsmitgliedern der CDU Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Ab September 1945 war er Bezirksvorsteher in Schwerin. Zudem war er Freimaurer; er gehörte von 1905 bis 1934 der Johannisloge Harpokrates zur Morgenröthe in Schwerin an, zuletzt für ein Jahr als stellvertretender Logenmeister. Er starb im Juli 1948 im Alter von 69 Jahren in Schwerin.
Literatur Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945 Teil II, Band 3: Odebrecht–Zoch. Biblio Verlag, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-2207-4.
Weblinks Wilhelm Schütt auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien
Einzelnachweise
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