mini|hochkant|alt=Porträt schwarz-weiß|Fernand Chapsal, 1926 Fernand Chapsal (geboren am 10. März 1862 in Limoges; gestorben am 10. Februar 1939 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.

Leben Fernand Chapsal wuchs im westfranzösischen Saintes auf und studierte in Paris Rechtswissenschaften. Danach schlug er eine Verwaltungslaufbahn ein, in deren Verlauf er unter anderem Kabinettschef zweier Minister wurde. Zwischenzeitlich lehrte er an der École libre des sciences politiques und am Institut national agronomique.

Nachdem er während des Ersten Weltkriegs für die Versorgung der Bevölkerung mitverantwortlich war – er erhielt dafür das Großkreuz der Ehrenlegion –, wandte er sich 1919 der Politik zu. Er wurde Bürgermeister von Saintes und Generalrat der Charente-Inférieure. 1921 wurde er bei einer Nachwahl als Vertreter der – der politischen Mitte zuzurechnenden – Parti républicain, radical et radical-socialiste in den Senat gewählt, dem er bis zu seinem Tod angehörte.

1926 wurde er von Aristide Briand als Minister für Handel und Industrie in sein Kabinett berufen; unter Camille Chautemps wurde er 1937 Handels- und 1938 Landwirtschaftsminister.mini|hochkant|Gedenkstein im Park von Saintes Fernand Chapsal starb im Alter von 76 Jahren bei einem Verkehrsunfall. Die Familiengrabstätte befindet sich auf dem Friedhof Saint-Vivien in Saintes.

Er war der Großvater der Schriftstellerin Madeleine Chapsal. In Saintes ist ein Park nach ihm benannt.

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Einzelnachweise

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