Der Astenberg ist der Naturraum, den das Massiv des 841,9 m ü. NHN hohen Kahle Asten im Rothaargebirge in unmittelbarer Nähe in südwestlicher Richtung der Stadt Winterberg in Nordrhein-Westfalen bildet. Der Naturraum nimmt in Nordwestrichtung bis 14 km, in Nordostrichtung bis 7 km ein und hat eine Fläche von etwa 45 km². Lage Der Astenberg Naturraum liegt zwischen Winterberg im Osten, Züschen im Südosten, Neuastenberg und Mollseifen im Süden, und Nordenau im Nordwesten.

Naturräumliche Zuordnung mini|Naturraum Astenberg mit angrenzenden Naturräumen Der Kahle Asten bildet in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nr. 33) in der Haupteinheit Rothaargebirge (mit Hochsauerland) (333), in der Untereinheit Winterberger Hochland (333.5) und im Naturraum Astenberg (333.54) eine Singularität der 4. bis 7. Ordnung. Die Landschaft fällt nach Norden in den Naturraum Nordheller Höhen (333.57) ab, nach Nordosten in den Naturraum Harfeld (333.56), nach Südosten in die Untereinheit Hohe Seite (333.7), nach Südwesten in den Naturraum Langewiese (333.53) und nach Westen in die Untereinheit Lennekessel (333.6). Im Norden grenzt die Untereinheit Hunau an.

(zu 33 Süderbergland) (zu 333 Rothaargebirge) (zu 333.5 Winterberger Hochland) 333.54 Astenberg

Gewässer In unmittelbarer Nähe des Gipfels des Kahlen Astens entspringt die Lenne, die nach Südwesten in den Naturraum Lennekessel fließt und im weiteren Verlauf Orten wie Lenneplätze und Lennestadt ihre Namen gibt. Nach 129,1 km mündet die Lenne als orografisch linker Zufluss nördlich von Hagen in der Nähe der Hohensyburg in die Ruhr. Südlich des Winterberger Ortsteils Altastenberg entspringt der Bach Schwarzes Siepen, der wie der Nesselbach, dessen Quelle nördlich von Altastenberg liegt, als orografisch rechte Zuflüsse innerhalb des Lennekessels in die Lenne münden. Direkt an der Nordflanke des Kahlen Astens entspringen die Bäche Renau, die orografisch rechts in den Ruhrzufluss Neger einmündet und die Sonneborn, die mit der Ahre im Winterberger Ortsteil Züschen den Ederzufluss Nuhne bildet. An der Nordostflanke des Astenmassivs entspringen einige kleinere Bäche wie Musenbecke, Angstbecke, und Haumecke, die orografisch rechtsseitig in die Sonneborn münden. An der Südwestflanke des Massivs liegen die Quellen der Bäche Brechengrund und Strachengrund, die linksseitig in den Ahrezufluss Berkmecke münden. Ebenfalls an der Südwestflanke, direkt unterhalb des Astenweges, der den Kamm des Naturraums Astenberg in südöstlicher Richtung vom Gipfel des Kahlen Astens bildet, entspringt am Wetzstein die Odeborn, die nach 21,2 km westlich von Bad Berleburg in die Eder mündet.

Über den Kahlen Asten verläuft die Rhein-Weser-Wasserscheide. Im Nordosten des Massivs fließen Gewässer wie Lenne, Renau und alle Nebenbäche in die Ruhr und schließlich in den Rhein während an der Nordost- und Südwestflanke die Gewässer über die Odeborn und die Nuhne in die Eder und schließlich in die Weser münden.

Berge Der zentrale Berg und Namensgeber des Astenberg Naturraums ist der Kahle Asten, der mit 841,9 m ü. NHN der dritthöchste Berg im Rothaargebirge und der zweithöchste Berg in Nordrhein-Westfalen ist. Der nordwestliche Eckpfeiler des Naturraums ist mit 752,1 m ü. NHN der Singerberg in der Nähe von Altastenberg. Im Südosten endet das Massiv mit dem Dannenberg, der mit 691,5 m ü. NHN nordwestlich von dem Winterberger Ortsteil Züschen liegt. Im Nordosten begrenzt der Sürenberg mit 740 m ü. NHN das Massiv. Entlang des Astenweges reihen sich einige Erhebungen mit relativ geringer Prominenz/Schartenhöhe bis zum Dannenberg aneinander.

Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten Erhebungen des Astenberg Naturraums mit ihrer Höhe über NHN, Dominanz und Prominenz, sofern bekannt: NameHöhe ü. NHNDomi- nanzPromi- nenzBemerkungenKahler Asten841,9 m11,8km184,3 mHauptberg des Massivs und einer der Hauptberge des Rothaargebirges. Der Berg ist Standort einer Wetterwarte.Bremberg810,9 m0,97 km61,3 mTeil des Skiliftkarussell WinterbergGerkenstein790,0 mNahe des Gipfels befindet sich der Aussichtspunkt Landschaftskino GerkensteinKappe776,0 m0,72 km37,8 mBerg mit Freizeiteinrichtungen wie Sommerrodelbahn, Panorama Erlebnisbrücke, etc und Sporteinrichtungen wie Bobbahn, Bikepark und Skilift. Erlebnisberg KappeWetzstein771,5 m0,41 km20 mNamensgeber ist ein geschützter Steinbruch aus quarzitischen Sandsteinen und Tonschiefern aus dem unteren Mittel-Devon. Naturdenkmal Aufschluss am WetzsteinSingerberg752,1 m1,05 km21 mNordwestlicher Eckpfeiler des Naturraums AstenbergPoppenberg748,7 m0,38 km47,3 mTeil des Skiliftkarussell WinterbergBärenberg746,5 m0,34 km10,4 mBerg, über den der Wanderweg Astenweg verläuftSürenberg740,0 mTeil des Skiliftkarussell Winterberg und nordöstlicher Eckpfeiler des Naturraums AstenbergBürenberg716,1 mBerg, über den der Wanderweg Astenweg verläuftDannenberg691,5 mSüdöstlicher Eckpfeiler des Naturraums Astenweg

Natur und Umwelt Die Kuppe des Kahlen Asten nimmt eine Zwergstrauchheide ein. Auf der Heide wachsen kaum Bäume, da aufkommende Baumsämlinge durch Schafbeweidung verbissen werden. In Teilbereichen ist allerdings die natürliche Wiederbewaldung wegen der unzureichenden Beweidung schon weit fortgeschritten. In Südöstlicher Richtung ist das Massiv teilweise mit dichtem Mischwald bewachsen. Leider sind große Flächen dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen.

Direkt auf der Kuppe des Kahlen Astens liegt das Naturschutzgebiet Kahler Asten (Winterberg). Das Naturschutzgebiet (NSG) ist 48,6 ha groß und wurde 2008 mit dem Landschaftsplan Winterberg durch den Hochsauerlandkreis zum dritten Mal als (NSG) ausgewiese. Seine Westgrenze ist die Stadtgrenze von Winterberg zu Schmallenberg, und im NSG liegt in der Nähe von dessen Westgrenze die Lennequelle. Auf Schmallenberger Stadtgebiet grenzen die NSGs Naturschutzgebiet Kahler Asten (Schmallenberg) und Oberes Lennetal (Schmallenberg) an. Südöstlich schließt sich das 227 ha große Naturschutzgebiet Günninghauser Mark an. Das Naturschutzgebiet liegt südlich von Winterberg und wurde 2008 mit dem Landschaftsplan Winterberg durch den Hochsauerlandkreis als NSG ausgewiesen. Das NSG wurde zur Erhaltung und Entwicklung eines Waldes und Grünlandbereiche als Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten ausgewiesen. Südlich des Wetzsteins entlang der Odeborn grenzt das 57,54 ha große Naturschutzgebiet Odeborn-Talsystem an. Dieses NSG erstreckt sich südlich und östlich von Neuastenberg im Stadtgebiet von Winterberg und besteht aus drei getrennten Teilflächen. Das NSG gehört zum FFH-Gebiet Bergwiesen bei Winterberg. Der Naturraum Astenberg liegt im Südosten in dem 75,04 ha große Naturschutzgebiet Berkmecke - Talsystem (HSK-411) ein. Das NSG besteht aus dem Talbereich der Berkmecke und anderen Nebentälern wie dem Flachengrund. Die Täler werden teilweise durch Rinder und Pferde beweidet. Das NSG-Gebiet ist seit 2000 Teil des 2249 ha großen FFH-Gebietes Hallenberger Wald (DE 4817-301).

Einzelnachweise

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