Konkurs ist der Titel der 128. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Ein Gerichtsvollzieher sucht bereits zum wiederholten Mal das insolvente Unternehmen Engelhardt System Computer von Guido Engelhardt auf, in dem unter anderem Anke Freitag als Assistentin beschäftigt ist.

Engelhardt wendet sich an den Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck und den Privatdetektiv Josef Matula. Diese haben die Angestellten des Unternehmens bereits erfolglos auf mögliche Unterschlagungen untersucht. Engelhardt beschuldigt insbesondere den Buchhalter Volker Ritter, die Firma systematisch auszubeuten, kann hierfür jedoch keine Beweise vorlegen.

Matula verfolgt Ritter zum Frankfurter Flughafen und beobachtet, dass dieser von dort nach Zürich reist. Daraufhin erhält er von Engelhardt den Auftrag, Ritters Wohnung zu durchsuchen. Dort trifft er auf Anke Freitag, der gegenüber er sich spontan zunächst als Taxifahrer und dann als Anlageberater ausgibt und sie zu Engelhardt System Computer bringt. Anschließend durchsucht er Ritters Wohnung und entdeckt vermeintlich fingierte Rechnungen des Unternehmens. Als er Engelhardt davon berichtet, sieht dieser darin eine Bestätigung seines Verdachts gegen Ritter.

miniatur|links|Galopprennbahn Frankfurt, aufgenommen aus identischer Perspektive wie in der EpisodeNach Ritters Rückkehr aus Zürich verfolgt Matula diesen zur Galopprennbahn Niederrad. Dort verschafft er sich Insiderinformationen über bevorstehende Rennergebnisse und gibt die entsprechenden Wetttipps erfolgreich an Ritter weiter. Auf diese Weise gewinnt er dessen Vertrauen und freundet sich sowohl mit ihm als auch mit Anke Freitag an. Am Abend gesteht Ritter Matula in stark angetrunkenem Zustand, dass er im Auftrag Engelhardts Bargeldtransfers in die Schweiz abwickelt und sich dadurch strafbar macht. Das Geld überweist er auf Grundlage fingierter Rechnungen an nicht existente Unternehmen. Eines davon, die Xanthin Finanz, soll seinen Sitz in Frankfurt am Main haben. Die hierfür verwendeten Gelder stammen aus Krediten mehrerer Banken.

Parallel stellt Dr. Franck fest, dass Ritter im Handelsregister als Geschäftsführer der Xanthin Finanz eingetragen ist. Gemeinsam suchen Franck und Matula den angegebenen Firmensitz auf, der sich lediglich als Briefkastengesellschaft in einem Wohngebäude erweist. Mit diesen Erkenntnissen von Matula konfrontiert, bestreitet Ritter, Inhaber des Unternehmens zu sein. Er vermutet, dass die Firma mithilfe seines gestohlenen Personalausweises auf seinen Namen angemeldet worden sein könnte und zieht Anke Freitag als mögliche Verantwortliche in Betracht. Daraufhin suchen die beiden Freitags Wohnung auf, wo sie allerdings deren Leiche vorfinden. Matula verständigt die Polizei diesbezüglich, was Ritter jedoch missbilligt. Er sperrt Matula kurzerhand in der für den Anruf genutzten Telefonzelle ein und flüchtet.

Anschließend berichtet Ritter Engelhardt von den Ereignissen. Dieser versteckt ihn, bevor Dr. Franck eintrifft und seinerseits die bisher gewonnenen Erkenntnisse schildert. Gegenüber Franck behauptet Engelhardt, Ritter habe sich abgesetzt, und fordert dazu auf, die Polizei einzuschalten, um nach ihm zu suchen. Als Matula hinzukommt, beteuert er Ritters Unschuld an den vermuteten Unterschlagungen. Engelhardt entzieht ihm daraufhin wütend den Auftrag. Auch Dr. Franck gibt sich zunächst nicht von Matulas Einschätzung überzeugt und erstattet bei der Polizei Anzeige gegen Ritter wegen Untreue und Unterschlagung.

Nachdem Ritter herausgefunden hat, dass Matula als Privatdetektiv tätig ist, ruft er ihn einerseits enttäuscht an und bittet ihn andererseits dennoch um seine Hilfe. Matula räumt daraufhin ein, dass er ursprünglich von Engelhardt auf ihn angesetzt worden war.

Dr. Franck und Matula verfolgen Engelhardt schließlich unerkannt bis in ein Hotel, in dem dieser sich mit Ritter trifft. Mithilfe verschiedener Tricks verschaffen sie sich Zugang zu dem entsprechenden Zimmer. Dort können sie knapp verhindern, dass Engelhardt Ritter ermordet und dessen Tod als Suizid darstellt.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend. Weitere Dreharbeiten fanden am Flughafen Frankfurt Main sowie auf der Theodor-Heuss-Allee am östlichen Ende der Bundesautobahn 648 nördlich der Messe Frankfurt statt. Ein Treffen zwischen Matula und Engelhardt wurde auf einem Parkhaus unweit des Messeturms, der Festhalle sowie der damaligen Hauptverwaltung der Deutschen Bahn AG inszeniert.

Die damalige Galopprennbahn Niederrad im Frankfurter Stadtwald war ein weiterer Drehort.

Als Sitz des fiktiven Unternehmens Engelhardt System Computer wurde das Gebäude in der Rheinstraße Nr. 17–19 in Wiesbaden gewählt.

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Einzelnachweise

Konkurs