mini|Michail Nikolajewitsch Guboglo (2014) Michail Nikolajewitsch Guboglo (, gagausisch ; * 25. Oktober 1938 in Traschpoli, Kreis Ceadîr-Lunga, Königreich Rumänien, heute Moldawien; † 23. November 2019 in Moskau) war ein sowjetischer bzw. russischer Historiker und Ethnologe gagausischer Abstammung.

Leben und Wirken Guboglo begann sein Studium der Geschichte an der Staatlichen Lenin-Universität in Chișinău im Jahr 1958. Später wechselte er aufgrund seiner sehr guten Leistungen an die Moskauer Lomonossow-Universität, wo er 1963 sein Studium abschloss. Guboglo spezialisierte sich ab den Sechzigerjahren auf den Bereich der Ethnosoziologie mit Spezialisierung auf die Wechselwirkung zwischen Sprache und Ethnie. 1984 wurde Guboglo in diesem Fachgebiet promoviert. 1990 erfolgte die Ernennung zum Professor. Er war bis zu seinem Tod Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Er starb 2019 in Moskau.

Publikationen (Auswahl) Современные этноязыковые процессы в СССР. Основные факторы и тенденции развития национально-русского двуязычия [Zeitgenössische ethnolinguistische Prozesse in der UdSSR. Grundlegende Faktoren und Entwicklungstendenzen der nationalrussischen Zweisprachigkeit]. Moskau 1984 (zugleich Dissertation). Русский язык и толерантность [Die russische Sprache und die Toleranz]. Moskau 2003. Антропология повседневности [Die Anthropologie des Alltags]. Moskau 2013.

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