mini|hochkant|Die Statue des Heiligen Johannes (1708–1711) in der Lateranbasilika, ein Hauptwerk von Camillo Rusconi. Camillo Rusconi (* 14. Juli 1658 in Mailand; † 8. Dezember 1728 in Rom) war ein italienischer Bildhauer des Spätbarock.Saskia Cohen: Rusconi, Camillo. In: Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom (Online-Ressource, Entwurf). Er gilt als einflussreicher römischer Bildhauer am Übergang vom Hochbarock zum Klassizismus und leitete eine der bedeutendsten Werkstätten Italiens.
Leben und Werk Rusconi wurde in Mailand geboren und erhielt seine frühe künstlerische Ausbildung bei Giuseppe Rusnati. Um das Jahr 1685 zog er nach Rom, wo er in die Werkstatt des Künstlers Ercole Ferrata eintrat und die Formensprache von Gian Lorenzo Bernini studierte. Er entwickelte einen eigenen Stil, der die barocke Dynamik mit einer klassizistischen Ausgewogenheit verband.
Seinen Durchbruch erzielte Rusconi mit dem Auftrag für die Errichtung von vier monumentalen, überlebensgroßen Apostelstatuen (darunter der Heilige Johannes und der Heilige Matthäus) für die Wandnischen der Lateranbasilika (1708–1718). Ein weiteres Hauptwerk seines Schaffens ist das Marmorgrabmal für Papst Gregor XIII. im Petersdom (1715–1723).Vgl. den Eintrag zum Papstgrabmal: Petersdom Ausstattung.
Zu seinen Schülern und Mitarbeitern gehörten Pietro Bracci, Filippo della Valle sowie der Genueser Meister Francesco Maria Schiaffino.
Literatur Frank Martin: Camillo Rusconi (1658–1728). Ein Bildhauer des Spätbarock in Rom. Deutscher Kunstverlag, München 2018, ISBN 978-3-422-07485-9.
Weblinks
Eintrag zu Camillo Rusconi im Dizionario Biografico degli Italiani (italienisch)
Einzelnachweise
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