mini|Michail Petrowitsch Pogodin Michail Petrowitsch Pogodin (; * in Moskau; † ebenda) war ein russischer Historiker, Journalist und Hochschullehrer.

Leben Pogodin war der Sohn von Pjotr Pogodin, der als Gutsverwalter für Iwan Saltykow arbeitete. Pogodin besuchte das Staatliche Gymnasium in Moskau (Abschluss 1818). Daran anschließend studierte Pogodin Geschichte an der Universität Moskau und schloss das Studium 1823 ab. Von 1827 bis 1830 gab Michail Pogodin den Moskauer Boten (Moskowski westnik) heraus, eine nationalistische Literaturzeitschrift, in der panslawistische und russophile sowie slawophile Ideen vertreten wurden. Parallel hierzu promovierte er 1839 und unterrichtete bis 1844 als Dozent an der Universität Moskau. Ab 1844 war Pogodin Mitarbeiter des russischen Bildungsministeriums und gab bis 1856 die Zeitschrift Moskwitjanin heraus.

Er starb 1875 in Moskau.

Wirken Pogodin beschäftigte sich intensiv mit der Geschichte der Kiewer Rus und veröffentlichte hierzu mehrere Publikationen. Innerhalb der russischen Geschichtswissenschaft gilt Pogodin als Vertreter der (weithin anerkannten) Normannentheorie. Pogodin vertrat auch die Ansicht, dass es das Leitmotiv der russischen Geschichte sei, die Gebiete, welche seit der Jaroslaw des Weisen verlorengegangen sind, wieder zurückzugewinnen.

Pogodin trat als Unterstützer nationalistischer Bewegungen in Erscheinung (wie der russophilen Bewegung in Galizien). Werke (Auswahl) Die Braut auf dem Jahrmarkt. Erzählung. Moskau 1837. Nestor. Historisch-kritische Abhandlung über den Ursprung der russischen Chroniken. Moskau 1839 (zugl. Dissertation). Die altrussischen Fürstentümer von 1054 bis 1240. Sankt Petersburg 1848. Die Geschichte des alten Russlands bis zur Invasion der Mongolen. Moskau 1871.

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Einzelnachweise

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