mini|Katholische Kirche St. Suitbert in Recklinghausen-Hochlar St. Suitbert in Hochlar, einem Stadtteil von Recklinghausen, nordwestlich von Dortmund in Nordrhein-Westfalen ist eine römisch-katholische Filialkirche der Propsteipfarrei St. Peter (Recklinghausen). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Suitbert und gehört zum Kreisdekanat Recklinghausen im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine moderne Staffelhalle mit Campanile und hat 340 Sitzplätze.

Geschichte In der Bauerschaft Hochlar stiftete der Kanoniker Johann Heinrich Arns im 18. Jahrhundert einen Armenfonds. Im Rahmen der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung in der Region stark an. 1905 konstituierte sich ein Kirchenbauverein. Die Katholiken feierten Gottesdienst ab 1907 in einer Notkirche, die 1964 durch einen Neubau ersetzt wurde.

Nach der Abtrennung des Seelsorgebezirks Hochlar von St. Paulus (Recklinghausen) erfolgte 1908 die Errichtung eines selbstständigen Pfarrrektorats und 1912 die Erhebung zu einer eigenständigen Pfarrei. 1966/67 wurden Teilgebiete nach St. Markus (Recklinghausen) abgepfarrt.

Baubeschreibung Nach den Plänen des Architekten Josef Wensing (Recklinghausen) entstand 1962–64 das moderne Gotteshaus St. Suitbert in Hochlar. Der heilige Suitbert war ein angelsächsischer Missionar und der erste Abt des Klosters Kaiserswerth.

St. Suitbert ist eine dreischiffige Staffelhalle mit Flachdecke unter einem Satteldach. Der Chor als integrierte Altarinsel liegt im Westen. Der separat stehende mächtige Glockenturm auf quadratischem Grundriss im Nordosten besitzt durch das direkt benachbarte Pfarrheim eine Verbindung zur Kirche und zum Jugendzentrum. Das Gotteshaus ist ein Betonskelettbau mit roter Ziegelmauerung.

Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1957, das 2012 stark erweiterte Gemeindezentrum sowie der 1958 eröffnete und 1979 umgebaute Kindergarten.

Strukturentwicklungen 2005 schlossen sich die Pfarreien St. Suitbert (Hochlar), St. Franziskus (Stuckenbusch) und St. Paulus (Recklinghausen) zusammen zum Gemeindeverbund St. Katharina von Siena, der im Rahmen einer großen Strukturreform des Bistums Münster 2013 in die Propsteipfarrei St. Peter (Recklinghausen) eingegliedert wurde.

Ende 2028 werden sich die Pfarreien St. Antonius, Liebfrauen und St. Peter in Recklinghausen sowie St. Martinus (Westerholt) und St. Antonius (Herten) zusammenschließen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Recklinghausen-Herten“.

Glocken Im Campanile des Gotteshauses St. Suitbert hängen die folgenden vier Kirchenglocken aus Bronze:

Glocke 1: Schlagton: e‘; Ø 124 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1963 Glocke 2: Schlagton: fis‘; Ø 110 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1963 Glocke 3: Schlagton: a‘; Ø 91 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1963 Glocke 4: Schlagton: h‘; Ø 80 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1963.

Orgel Franz Breil (Dorsten) erstellte 1967 für die Kirche in Hochlar eine Pfeifenorgel mit 27 Registern, diese sind verteilt auf Hauptwerk (C−g3), Brustwerk (C−g3) und Pedal (C−f1). Die Spieltraktur und die Registertraktur sind mechanisch.

Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg.: Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website von St. Suitbert (Hochlar) Website vom Kreisdekanat Recklinghausen

Einzelnachweise

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