Heimat ist ein deutscher Spielfilm von Carl Froelich aus dem Jahr 1938 nach dem gleichnamigen Schauspiel von Hermann Sudermann.
Handlung Nach langer Abwesenheit kehrt die schöne Tochter eines Obersts a. D. als international gefeierte Sängerin in ihre Heimatstadt zurück. Sie versöhnt sich mit dem Vater, den sie damals im Streit verlassen hatte. Weil sie sich jedoch weigert, den betrügerischen Bankdirektor von Keller, der sie mit einem Kind hat sitzenlassen, zu heiraten, droht die wiederhergestellte Beziehung zum Vater erneut zu zerbrechen. Da erschießt sich von Keller, der wegen illegaler Bankgeschäfte verhaftet zu werden droht, und der endgültigen Versöhnung von Vater und Tochter steht nichts mehr im Wege.
Auszeichnungen Der Film wurde mit dem Prädikat „Staatspolitisch und künstlerisch wertvoll“ der nationalsozialistischen Filmprüfstelle, mit dem Regiepreis der Biennale di Venezia (1938) und mit dem Nationalen Filmpreis (1939) ausgezeichnet. Zarah Leander, die von ihren Filmen sonst meist nicht viel hielt, bedeutete Heimat sehr viel.Cornelia Zumkeller: Zarah Leander. Ihre Filme – ihr Leben. Heyne, München 1988, ISBN 3-453-02623-3, S. 97 f.
Trivia Zarah Leander singt in diesem Film die Alt-Arie „Buß und Reu“ aus der Matthäus-Passion BWV 244.
Im fünften Film der Heimat-Reihe von Edgar Reitz aus dem Jahr 1982 wird der Film von 1938 im Kino gezeigt.
Kritiken
Der Film wurde nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht 1945 durch den Alliierten Kontrollrat auf die Liste der nicht zur öffentlichen Aufführung freigegebenen Filme gesetzt.
Siehe auch Liste der während der NS-Zeit im Deutschen Reich uraufgeführten deutschen Spielfilme
Literatur Hermann Sudermann: Heimat. Schauspiel in 4 Akten. Mit einem Nachwort von Gerhard Muschwitz. Reclam, Stuttgart 1989, ISBN 3-15-009978-1.
Weblinks
(mit Fotogalerie) bei murnau-stiftung.de (ausführliche Filmdaten)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1938 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Theaterverfilmung Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Hermann-Sudermann-Verfilmung