mini|Hugh Francis Glen (Porträt) Hugh Francis Glen (* 18. Januar 1950 in Johannesburg,Hugh F. Glen, Gerrit Germishuizen (Hrsg.): Botanical exploration of southern Africa. 2. Aufl., Strelitzia 26, South African National Biodiversity Institute, Pretoria 2010, ISBN 978-1-919976-54-9, S. 192. (auf biodiversitylibrary.org) Südafrikanische Union), meist als Hugh F. Glen zitiert, ist ein südafrikanischer Botaniker.
Leben Glen studierte ab 1967 an der Witwatersrand-Universität, wo er 1972 den Bachelor of Science mit Auszeichnung erlangte. Ab 1973 folgte ein Studium an der Universität Kapstadt, wo er 1974 mit der Arbeit A revision of the Gibbaeinae (Mesembryanthemaceae) den Master of Science erwarb. 1978 wurde er an derselben Universität mit der Dissertation A taxonomic monograph of Lampranthus and allied genera (Mesembryanthemaceae) zum Ph.D. promoviert. Sowohl die Master-Arbeit als auch die Doktorarbeit wurden vom Botaniker Edmund André Charles Lois Eloi Schelpe betreut.
1973 wurde Glen Junior Lecturer an der Universität Kapstadt. 1976 wurde er Forschungsassistent am Bolus-Herbarium. 1977 wurde er Mitarbeiter am Botanical Research Institute in Pretoria. Im Dezember 2000 wurde er zum Spezialwissenschaftler befördert. 2004 wechselte er zum Natal-Herbarium.
1975 wurde Glen zum Fellow der Linnean Society of London gewählt.
Glens Forschung befasst sich mit der Taxonomie von Kulturpflanzen, der elektronischen Identifikation von Bäumen sowie der botanischen Geschichte.
2010 veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit Gerrit Germishuizen das Buch Botanical exploration of southern Africa, eine erweiterte Neuauflage des gleichnamigen Werks von Mary Gunn und Leslie Edward Wostall Codd aus dem Jahr 1981. Weitere Bücher von ihm sind Flora of Southern Africa: part 1, fascicle 1: Aloaceae (first part): Aloe (2000, mit David Spencer Hardy) und Sappi What's in a Name: The Meanings of the Botanical Names of Trees (2004).
Glens Sammlung umfasst mehr als 4000 Herbarbelege. Die ersten 50 Exemplare, die er in der Oribi Gorge sammelte, befinden sich im Herbarium von Johannesburg. Weitere Belege aus dem Westkap werden im Bolus-Herbarium aufbewahrt. Zusätzliche Sammlungen aus weiten Teilen des südlichen Afrikas befinden sich in den Herbarien in Pretoria und Natal sowie in weiteren Herbarien.
Privates 1976 heiratete Glen die Botanikerin René Petronel Henrici (* 1946). Aus dieser Ehe ging die Tochter Melissa Frances (* 1983) hervor, die ebenfalls eine bekannte Botanikerin wurde.
Dedikationsnamen Sarie Magdalena Perold benannte 1997 die Lebermoosart Fossombronia glenii zu Ehren von Hugh F. Glen.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert) Kategorie:Botaniker (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Linnean Society of London Kategorie:Südafrikaner Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Mann