mini|Der Jüdische Friedhof Hattendorf Der Jüdische Friedhof Auetal-Hattendorf ist ein jüdischer Friedhof in Hattendorf, einem Ortsteil von Auetal im niedersächsischen Landkreis Schaumburg. Auf dem in der Feldmark etwa 50 m außerhalb des Ortes gelegenen denkmalgeschützten Friedhof sind 4 Grabsteine vorhanden. In vorderen Bereich des Grundstücks befindet sich ein Friedhof für 36 russische Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg.
Geschichte Der Jüdische Friedhof in Hattendorf ist die kleinste der insgesamt 12 jüdischen Begräbnisstätten im Schaumburger Land. Das mit einer Baumgruppe bestandene und von Wiesen umgebene rechteckige Grundstück ist von einer Weißdornhecke umgeben. Beisetzungen erfolgten zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und 1932/33. Auf dem Friedhof stehen vier Grabsteine, alle für Mitglieder der Familie Lehmann. Eine Besonderheit ist ein Grabstein in Form einer abgebrochenen klassizistischen Säule. Solche Grabsteine symbolisierten das abrupt beendete Leben eines jung Verstorbenen. mini|Gedenkstein für verstorbene russische Zwangsarbeiter, im Hintergrund der Jüdische Friedhof In den Jahren 1941 und 1942 wurden auf dem jüdischen Friedhof in Hattendorf in einem Massengrab 36 sowjetische Zwangsarbeiter aus dem im Nachbarort Rehren gelegenen „Sammellager für kranke Ostarbeiter“ beigesetzt. Als Erinnerung steht auf dem Friedhof ein kyrillisch beschrifteter Gedenkstein. In den Jahren bis 1945 wurden etwa 400 weitere im Sammellager Verstorbene auf dem Friedhof „Am Horn“ in Rehren begraben.
Der alte jüdische Friedhof ist von der Kriegsgräberstätte durch eine niedrige Mauer abgetrennt. Nach anderer Darstellung existiert er heute nicht mehr.
Weblinks
Schaumburger Landschaft: Jüdischer Friedhof Hattendorf, mit Fotos
Einzelnachweise Jüdischer Friedhof Auetal-Hattendorf im Denkmalatlas Niedersachsen, abgerufen am 21. August 2026.
Hattendorf Kategorie:Baudenkmal in Auetal Hattendorf Kategorie:Kriegsgräberstätte in Niedersachsen