Valeska Huber (geboren 1980 in Heidelberg) ist eine deutsche Historikerin. Sie ist assoziierte Professorin am Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien. Sie erhielt den Heinz Maier-Leibnitz Preis 2018.
Leben Valeska Huber studierte Geschichts- und Politikwissenschaft an der London School of Economics and Political Science und schloss mit einem Bachelor of Science ab. Anschließend erwarb sie einen Master of Philosophy in Geschichtswissenschaft an der Universität Cambridge. Im Jahr 2009 promovierte sie im Fach Geschichte an der Universität Konstanz unter der Betreuung von Jürgen Osterhammel. Ihre Dissertation mit dem Titel „Channelling Mobilities“ ist eine Studie zur Geschichte des Nahen Ostens und zur Migrationsgeschichte. Im Jahr 2006–2007 war sie Visiting Fellow an der Harvard University (USA).
Von 2011 bis 2017 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich „Global and Colonial History“ am Deutschen Historischen Institut London. Anschließend leitete sie eine Emmy Noether-Gruppe zu Kommunikation und Informationsverbreitung in global vernetzten Regionen in Afrika und Asien an der Freien Universität Berlin. Seit 2022 ist sie assoziierte Professorin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Sie ist zudem Co-Sprecherin des Forschungsschwerpunkts Globalgeschichte und Schwerpunktsprecherin Doctoral School of Historical and Cultural Studies (State, Politics and Governance) der Universität Wien.
Valeska Huber ist Fellow 2025/2026 am Wissenschaftskolleg zu Berlin mit einem Arbeitsvorhaben zum Thema „Language Barriers: Speaking across Divides“ (Sprachbarrieren: Über Grenzen hinweg sprechen). Sie ist Mitglied im Arbeitskreis für Moderne Sozialgeschichte und im Beirat des Käte-Hamburger-Kollegs „Dis:konnektivität in Globalisierungsprozessen“.
Valeska Huber forscht zur internationalen und globalen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei der Geschichte von Mobilität und Migration, Epidemien und internationale Gesundheitspolitik sowie Kommunikation und Weltöffentlichkeit, insbesondere in Bezug auf Bildung und Sprache. Preise und Auszeichnungen
Grundförderung und Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes 2017–2022: Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2018: Heinz Maier-Leibnitz Preis der DFG 2019–2024: Mitglied der Jungen Akademie
Veröffentlichungen (Auswahl)
Buch
Fachartikel Valeska Huber, Multiple Mobilities. Über den Umgang mit verschiedenen Mobilitätsformen um 1900, in: Geschichte und Gesellschaft 36 (2010), S. H. 2, S. 317–341, online
Openness and closure : spheres and other metaphors of boundedness in global history in
Herausgeberin
Mitherausgeberin der Zeitschrift Geschichte und Gesellschaft der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften Mitherausgeberin der Buchreihe Globalgeschichte
Einzelnachweise
Kategorie:Zeithistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien) Kategorie:Mitglied der Jungen Akademie Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau