Die 8,35-cm-Scharten-Demontier-Kanone M.17 war ein für die K.u.K. Armee entwickeltes Geschütz, das speziell für die Bekämpfung von gegnerischer Artillerie in Bunkern mit schmalen Schießscharten konzipiert wurde.

Entwicklung Die K.u.K. Armee hatte im Verlauf des Ersten Weltkrieges die Erfahrung gemacht, dass man erhebliche Probleme mit der Bekämpfung von gegnerischer Artilleriewaffen hatte, die im Gebirge (Alpenfront) in Bunkern, geschützt gegen indirektes oder direktes Feuer konventioneller Artilleriegeschütze, durch kleine Schießscharten gegen die eigenen Kräfte wirkten (Minimalschartenkanonen). Es fehlte den vorhandenen Waffen die Präzision ein Ziel in der Größe von 2 × 2 Metern zu treffen.Freivogel: The Austro-Hungarian Land Artillery WWI 2023 S. 86

Technik Die meisten österreich-ungarischen Waffen waren speziell für die geographischen Gegebenheiten der K.u.K.-Monarchie konzipiert worden. So bestand bei den vorhandenen Lafetten fast immer die Möglichkeit des Transports in mehreren Lasten im Gebirge und als Einzellast oder getrennt in Lafette und Rohrwagen auf der Straße. Von einem solchen Geschütz, der 10,4-cm-Feldkanone M.15, wurde die Lafette für das neue Spezialgeschütz übernommen.

Die Rüstungsfirma Škoda experimentierte in der zweiten Kriegshälfte mit Flugabwehrkanonen im Kaliber 8,35-cm. Eine im Pferde-Kraftzug bewegliche Ausführung mit der Kaliber L/29 auf Plattform ist bekannt, ein Pivotgeschütz mit einer L/45 Kaliberlänge und auch eine Pivotgeschützvariante in der Kaliberlänge L/60.Freivogel: The Austro-Hungarian Land Artillery WWI 2023 S. 155 Letzteres Rohr wurde nun auf die Lafette der 10,4-cm-Feldkanone montiert und mit einer sehr präzisen Richtoptik versehen.

Einsatz Die Erprobung muss sehr zufriedenstellend verlaufen sein, da insgesamt 6 Geschütze gefertigt worden sind. Es sind keine speziellen Einsatzberichte bekannt.

Bekannt ist, dass die Feuerrate von 3 bis 5 Schuss per Minute verhältnismäßig gering war, denn die Trefferquote war bei schnellerem Laden und Schießen deutlich schlechter, weil das Rohr nach jedem Schuss stark vibrierte. Als Spezialwaffe war das Geschütz meist der Festungs- und Belagerungs-Artillerie zugeteilt.

Museale Rezeption Das einzige von sechs gebauten Exemplaren, welches noch vorhanden ist, findet man im Museo Storico Italiano delle Guerra / Rovereto - Italien.

Literatur

Weblinks https://www.passioncompassion1418.com/Canons/AfficheCanonGET.php?IdCanonAffiche=1119

Einzelnachweise

Kategorie:Geschütz Kaliber 50 mm bis 100 mm Kategorie:Österreichisch-Ungarische Artillerie Kategorie:Militärtechnik (Erster Weltkrieg)