mini|Lev erhält 1962 den Israel-Preis Ze'ev Lev, auch William Low, (; geboren als Wilhelm Löw 25. April 1922 in Wien; gestorben 3. Oktober 2004) war ein israelischer Physiker und Hochschullehrer.

Leben Wilhelm Löw war ein Sohn des Hausmeisters Nahum Löw (1889–1943) und der Esther Erna Rimalt (1889–1943), seine Eltern waren während des Ersten Weltkriegs aus Galizien nach Wien geflohen. Die Familie zog 1934 nach Berlin, wo er den Schulbesuch fortsetzte. Im Januar 1939 wurde Löw mit einem Kindertransport nach England vor der deutschen Judenverfolgung in Sicherheit gebracht. Den Eltern und der 1927 geborenen Schwester Liane wurde die Ausreise verwehrt, sie wurden Opfer des Holocaust. mini|hochkant|Konferenzbericht 1963 Low besuchte die Gateshead Yeshiva bei Gateshead im Norden Englands, wurde aber nach Kriegsausbruch 1940 als Enemy Alien in Kanada interniert. Ab 1942 studierte er an der Queen’s University in Kingston (Ontario), an der er 1945 als Tutor arbeitete. 1946 wechselte er als Assistent an das Physikinstitut der Columbia University in New York City, an der er 1950 bei Isidor Isaac Rabi promoviert wurde. Low heiratete 1948 die Biologin Dvora Lederer (1926–1969), sie hatten fünf Kinder, darunter den Künstler Shimon LevSusanne Knaul: Ausstellung zu Nazivergangenheit. Wand mit zahllosen Fliegen. Zwei Künstler thematisieren in einer Ausstellung in Tel Aviv die Nazivergangenheit und ihr Familienerbe. Der eine ist Israeli, der andere Österreicher, taz, 27. Juli 2014. In seine spätere Ehe mit Sara Katzburg brachte diese vier weitere Kinder ein.

Low emigrierte 1950 nach Israel und nannte sich nun Ze'ev Lev. Er lehrte als Dozent am Physikinstitut der Hebräischen Universität Jerusalem. Er wurde dort 1959 zum Associateprofessor und 1961 zum Professor ernannt. Er gab 1963 das Protokoll der von ihm 1962 in Jerusalem durchgeführten Konferenz zur Paramagnetic resonance unter seinem Namen William Low heraus. 1971 gründete er mit der Ultraorthodoxen Gemeinde in Jerusalem das private Jerusalem College of Technology und leitete dieses in den ersten zehn Jahren selbst.

Schriften (Auswahl) William Low: Paramagnetic resonance in solids. New York: Acad. Press, 1960. Solid state physics, 1955, New York, Supplement; 2 W. Low (Hrsg.): Paramagnetic resonance. Konferenz Jerusalem 1962. 2 Bände. New York: Acad. Press, 1963

Literatur Low, William Zeev, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,2. München: Saur, 1983, S. 751

Weblinks

Low (Lev), William Ze'ev, in: Encyclopaedia Judaica, bei encyclopedia.com

Einzelnachweise

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