mini|hochkant|Der monumentale Barockaltar der Kirche Gesù Nuovo, an dessen plastischer Gestaltung Matteo Bottiglieri mitwirkte. Matteo Bottiglieri (auch Bottigliero; * 1684 in Castiglione del Genovesi, Provinz Salerno; † 1757 in Neapel) war ein italienischer Bildhauer und Maler des neapolitanischen Barock.
Leben und Werk Bottiglieri wurde in der Nähe von Salerno geboren und absolvierte seine künstlerische Ausbildung in der neapolitanischen Werkstatt von Lorenzo Vaccaro.
In den Jahren 1747 bis 1750 arbeitete er zusammen mit Francesco Pagano an der reichen bildhauerischen Dekoration der Guglia dell’Immacolata, der monumentalen Pestsäule auf der Piazza del Gesù Nuovo in Neapel. Neben großformatigen Kirchenskulpturen (darunter Statuen für die Kirche San Giuseppe dei Ruffi sowie die Figuren Gedeone und Giosuè für die Basilika Gesù Vecchio) widmete sich Bottiglieri auch der neapolitanischen Krippenkunst.
Für die Cappella Sansevero schuf er im Auftrag des Fürsten von Sansevero zwei monumentale Marmorstatuen: die des Sant’Odorisio (Heiliger Oderisius, 1753) und der Santa Rosalia (Heilige Rosalia, 1756).
Von kunsthistorischer Bedeutung ist zudem seine 1724 geschaffene Skulptur des Leichnams Christi (Cristo deposto) in der Krypta der Kathedrale von Capua. Da der Bildhauer Giuseppe Sanmartino in Bottiglieris Werkstatt ausgebildet wurde, gilt dieses frühe Werk seines Lehrers als die direkte bildkompositorische Inspiration für Sanmartinos späteres Werk des Cristo velato.
Literatur Oreste Ferrari: Bottiglieri, Matteo. In: Alberto M. Ghisalberti (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 13: Borrello–Bradiamonte. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1971.
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