Mark Borissowitsch Markow-Grinberg (, geb. 27. November 1907 in Rostow am Don;Markov-Grinberg photograph of a Ukrainian coal miner and iconic Soviet worker hero, In: United States Holocaust Memorial Museum, Mark Markov-Grinberg collection, European Holocaust Research Infrastructure (EHRI), online gest. 2006 in MoskauMary O'Donnell Hulme, Mark Markov-Grinberg, in: International Center of Photography (ICP), online) war ein sowjetischer Fotojournalist.

Leben mini|Maxim Gorki vor dem Lenin-Mausoleum am Roten Platz in Moskau. Links von ihm, mit weißem Hemd und Kamera, der sowjetische Fotograf Mark Markow-Grinberg Das Fotografieren erlernte er in der Sekundarschule. Im Jahr 1925 wurde er Fotokorrespondent der Rostower Zeitung Советский Юг (Sowjetski Jug, Sowjetischer Süden) und arbeitete auch als freier Korrespondent für die Wochenzeitschrift Огонёк (Ogonjok, Flamme). Im Jahr 1926 zog Markow-Grinberg nach Moskau; er arbeitete für die Zeitschrift Смена (Smena, Wandel). Ab 1930 war er bei der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS tätig. Seine Fotografien erschienen in namhaften sowjetischen Publikationen, auch in der Zeitschrift СССР на стройке (SSSR na stroike; Die UdSSR im Aufbau).

Im Jahr 1934 erstellte Markow-Grinberg im Auftrag von TASS eine Fotoreportage über den Alltag eines jungen Mannes namens Nikita Alexejewitsch Isotow (1902–1951), der zu einem Aktivisten der Stachanow-Bewegung stilisiert und als vorbildlicher Sowjetmensch dargestellt wurde. Markow-Grinberg lebte sechs Monate lang bei der Familie Isotow; seine Artikel darüber erschienen im Laufe des Jahres 1934 in der Zeitschrift Советское фото (Sowjetskoje Foto, Das sowjetische Foto) sowie später in europäischen Publikationen, unter anderem auch in der Arbeiter-Illustrierte-Zeitung.

Während des sowjetisch-finnischen Winterkrieges (1939–1940) berichtete Markow-Grinberg als Kriegskorrespondent der TASS über die Kämpfe auf der Karelischen Landenge. Nach Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges am 22. Juni 1941 wurde Markow-Grinberg im September 1941 als einfacher Soldat an die Front geschickt. Im Juli 1943 wurde er von der Politabteilung der Roten Armee als Korrespondent zur Armeezzeitung Слово бойца (Slovo Bojtsa, Wort des Kämpfers) entsandt. Er machte bekannte Aufnahmen von der Schlacht bei Kursk und vom Krematorium im Konzentrationslager Stutthof östlich von Danzig, als dieses am 9. Mai 1945 von der sowjetischen Armee (48. Armee der 3. Weißrussischen Front) befreit wurde.

Im Zuge einer antisemitisch grundierten Kampagne Stalins verlor Markow-Grinberg im Jahr 1948 seine Anstellung bei der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS. Nach seiner Demobilisierung im Jahr 1953 arbeitete er als Fotograf für die Красноармейская иллюстрированная газета (Krasnoarmeiskaja Illjustrirowannaja Gasieta, Illustrierte Zeitschrift der Roten Armee) und später für die Fotoabteilung der im August 1954 wiedereröffneten Landwirtschaftsausstellung der Sowjetunion (Всесоюзная сельскохозяйственная выставка, Wsesojusnaja Selskochosjaistwennaja Wystawka; im Deutschen meist als Allunions-Landwirtschaftsausstellung bezeichnet). Von 1957 bis 1973 war Markow-Grinberg für die Zeitschrift Клуб и художественная самодеятельность (Klub i chudoschestvennaja samodejatelnost, etwa: Klub und künstlerische Hobbies) tätig. Er nahm an Fotoausstellungen in der UdSSR und im Ausland teil und war Ehrenmitglied im Verband der Fotokünstler Russlands (Союз фотохудожников России, Sojus fotochudoschnikow Rossii). Mark Borissowitsch Markow-Grinberg starb 2006 im Alter von 99 Jahren.

Galerie

Literatur Markov-Grinberg photograph of a Ukrainian coal miner and iconic Soviet worker hero, In: United States Holocaust Memorial Museum, Mark Markov-Grinberg collection, European Holocaust Research Infrastructure (EHRI), online Mary O'Donnell Hulme, Mark Markov-Grinberg, in: International Center of Photography (ICP), online Марк Марков-Гринберг (1907–2006) (Mark Borissowitsch Markow-Grinberg (1907–2006)), in: RosPhoto, 8. Mai 2015, „К 70-летию Великой Победы: 25 советских фотокорреспондентов“ („Zum 70. Jahrestag des Großen Sieges: 25 sowjetische Fotojournalisten“), online Lanfranco Colombo, I fotografi di guerra sovietici dall'aggressione tedesca alla Unione Sovietica all presa di Berlino, Editphoto, Milano 1976, [Kurzbiographien sowjetischer Kriegsfotografen, darunter: MARKOV-GRINBERT Mark, ohne Pagina]

Weblinks: Fotos von Markow-Grinberg

United States Holocaus Memorial Museum, Mark Markov-Grinberg collection, online ICP International Center of Photography, Mark Markov-Grinberg, online ArtNet, Mark Markov-Grinberg, online Alexej Aksenow (Алексей Аксёнов), Марк Борисович Марков-Гринберг: «Знаковая фотография советской эпохи» (»Mark Borissowitsch Markow-Greenberg: „Ein symbolträchtiges Foto der Sowjetzeit“«). In: Photar.ru, 28. Februar 2023, online Lumiere Gallery, Марков-Гринберг Марк. Хотите купить фотографию? (Markow-Grinberg, Mark. Möchten Sie ein Foto kaufen?), lumiere.ru, online National Gallery of Art, Washington, DC, Mark Markov-Grinberg, online Марков-Гринберг Марк Борисович (Mark Borissowitsch Markow-Grinberg), In: LitFund.ru, online New Mexico Museum of Art, Werke von: Mark Markov Grinberg, online

Einzelnachweise

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