DZf ist die Abkürzung einer Inschrift von Dareios I. (D). Sie wurde am Suezkanal (Z) entdeckt und von der Wissenschaft mit einem Index (f) versehen. Die Inschrift lag ursprünglich in altpersischer, elamischer und babylonischer Sprache vor; überliefert ist jedoch nur eine Zeichnung eines Fragments der babylonischen Fassung von der Kubri-Stele.

Beschreibung Nach Angaben von Georges Posener wurde das babylonische Fragment der Inschrift DZf von Jean Clédat zwischen 1911 und 1912 zusammen mit einem hieroglyphischen Fragment gefunden. Die beiden Fragmente wurden der Kubri-Stele zugeordnet und vor Ort gelassen. Jean-Vincent Scheil, der sich mit der Entzifferung des babylonischen Fragments beschäftigte, ordnete das babylonische Fragment irrtümlich der Shaluf-Stele zu.

Die Ägyptologin Melanie Wasmuth bezeichnet eine Zeichnung mit einer altpersischen Inschrift von François Michel de Rozière aus dem Jahr 1809 mit dem Sigel DZf.François Michel de Rozière: Notice sur les ruines d’un monument persépolitain découvert dans l’Isthme de Suez. In: Edmé François Jomard (Hrsg.): Description de l’Égypte: ou recueil des observations et des recherches qui ont été faites en Égypte pendant l’expédition de l’armée française, publié par les ordres de Sa Majesté l’Empereur Napoléon le Grand. Band 3,1,1: Texte 1, Paris, 1809, S. 268 (Digitalisat Auf: digi.ub.uni-heidelberg.de). Das Fragment zeigte neben der Inschrift auch eine Darstellung von drei Figuren, von denen eine Person auf dem Thron saß und den König darstellte, während die beiden anderen Figuren dem König huldigten. Das Fragment wurde im Gebiet der Shaluf-Stele gefunden und ist verschollen. Gemäß der Zeichnung von de Rozière würde der Text der Inschrift der ersten Zeile der Inschrift DZb entsprechen und „Darius, der große König“ lauten.Melanie Wasmuth: Ägypto-persische Herrscher- und Herrschaftspräsentation in der Achämenidenzeit (= Oriens et Occident. Band 27). F. Steiner, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-515-11693-0, S. 186 und 192–194.

Entsprechend dieser Vergabe des Sigels wird von Wasmuth das babylonische Fragment – das in der Liste achämenidischer Königsinschriften das Sigel DZf trägt – als Teil des Sigels DZc behandelt. Damit stellt es den einzigen sicheren Nachweis der babylonischen Sprachversion der Inschrift DZc dar.Melanie Wasmuth: Ägypto-persische Herrscher- und Herrschaftspräsentation in der Achämenidenzeit (=Oriens et Occident. Band 27). Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-515-11693-0, S. 133.

Literatur Jean-Vincent Scheil: Couverture fascicule Inscription de Darius à Suez. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale. Band 30, Kairo 1931, S. 293–297 (online Auf: persee.fr). Georges Posener: La première domination Perse En Égypte. Kairo 1936, S. 82 Anmerkung 4 (online Auf: archive.org). Rüdiger Schmitt: Die altpersischen Inschriften der Achaimeniden. Editio minor mit deutscher Übersetzung. Reichert, Wiesbaden 2009 (); 2. Auflage Wiesbaden 2023. ISBN 978-3-7520-0716-9, S. 18.

Einzelnachweise

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