mini|Goldmantel-Spatelschwanzpapagei Der Goldmantel-Spatelschwanzpapagei (Prioniturus platurus, Syn.: Psittacus platurus) ist eine Vogelart aus der Gattung der Spatelschwanzpapageien.

Der Vogel ist endemisch in Indonesien.

Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Tieflandwald und feuchten Bergwald, Wolken- und Nebelwald bis in Lagen von 3000 m. ü. M.

Der e Artzusatz kommt von und .

Merkmale Die Art ist 128 cm groß und wiegt etwa 66 g. Der Kopf ist grün mit kleinem rotem Scheitelfleck und hinten angrenzendem größerem lilafarbenem Fleck. Nacken, Gesicht, Kinn und Brust sind grün. Der Mantel trägt einen matt-orangen dreieckigen Streifen, ist ansonsten wie Rücken und Flügeldecken mattgrau. Die mittleren Schwanzfedern sind grün mit unbefiederten Schäften verlängert und enden in schwärzlichen spatelförmigen Federfahnen „Spatel“, die äußeren Schwanzfedern sind grün mit blauen Rändern und schwarzen Spitzen. Die Unterseite ist gelblich-grün. Weibchen sind durchgehend grün, ebenso Jungvögel, die noch keine Spatel tragen.

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt: P. p. talautensis , 1898E. J. O. Hartert: Prioniturus platurus talautensis. In: Novitates Zoologicae, Band 5, S. 89, 1898, Biodiversity Library – Talaudinseln, dunkler, weniger grau an der Oberseite P. p. platurus , 1818, Nominatform – Sulawesi und angrenzende Inseln (Siau, Lembeh, Dodepo, Togian-Inseln, Banggai, Muna, Butung). P. p. sinerubris , 1971J. M. Forshaw: Prioniturus platurus sinerubris. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 91, S. 163, 1971, Biodiversity Library – Sula-Inseln, kleiner, weniger grau, kein roter Scheitelfleck

Stimme Die Rufe werden als rollendes, kreischendes zweisilbiges „curleek“ beschrieben, hinzu kommen weitere nasale Kreisch- oder Quietschlaute.

Lebensweise Die Art ist ein Standvogel, legt aber bei der Nahrungssuche mitunter große Distanzen zurück.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Früchten und Pflanzensamen, die im Waldesinneren in mittlerer bis oberer Baumebene gesucht werden, gern auch Mangokulturen und reifendes Korn bei Nacht.

Die Brutzeit liegt im Oktober, das Nest ist eine Höhe in einem Ast oder Baum.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur L. J. P. Vieillot: Psittacus platurus. In: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. Nouvelle édition, Band 25, S.  p.314, 1818, Biodiversity Library Thomas Arndt: Das Lexikon der Papageien, Arndt-Verlag, 2004, ISBN 3-9808245-3-5 James A. Eaton, Bas van Balen, Nick W. Brickle, Frank E. Rheindt: Birds of the Indonesian Archipelago Greater Sundas and Wallacea. Lynx Edicions, Barcelona, 2. Auflage, 2021. ISBN 978-84-16728-44-2

Weblinks

Macaulay Library

Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF N. Collar und P. F. D. Boesman: Golden-mantled Racquet-tail (Prioniturus platurus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Prioniturus platurus J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Parrots, cockatoos

Kategorie:Altweltpapageien Kategorie:Endemisches Tier Indonesiens