Die Sanjō Ōhashi () ist eine Brücke in Kyoto in der Präfektur Kyoto, Japan. Sie überspannt den Kamo-Fluss und ist Teil der Sanjō-dōri (). Sie ist bekannt dafür, dass sie die westliche Endstation der Reise von Tokyo nach Kyoto sowohl auf dem Nakasendō als auch auf dem Tōkaidō bildete. Beides waren zwei der berühmten „Fünf Routen“ (Gokaidō) für Fernreisende während der Edo-Zeit in der japanischen Geschichte. Das Pendant zur westlichen Endstation der Brücke ist die Nihonbashi in Tokio.
Geschichte Es ist unklar, wann die Brücke ursprünglich erbaut wurde, vermutet jedoch den Ursprung bereits in der Muromachi-Zeit. Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass Toyotomi Hideyoshi im Jahr 1590 die Instandsetzung der Brücke als auch einen der ursprünglichen Gibōshi () anordnete. In diesem Zustand war die Brücke mit etwas 101 m deutlich länger als heute, 7 m breit, verwendete 63 Steinsäulen für ihre 21 Pfeiler und besaß 18 Gibōshi.
Eine historische Gedenktafel an der südwestlichen Seite weist auf einen Einschnitt an einem der Gibōshi hin und vermutet, dass dieser während des Ikedaya-Zwischenfalls durch ein Schwert verursacht wurde, da sich das Ikedaya in der Nähe befand.
Am 29. Juni 1935 kam es zu einer großen Überschwemmung des Kamo, wodurch die Sanjō Ōhashi fortgerissen wurde.
Heutige Brücke Die heutige, 1950 fertiggestellte Brücke bewahrt zahlreiche Elemente ihrer historischen Vorgänger. So werden die aus der Zeit des Umbaus von 1590 stammenden steinernen Brückenpfeiler teilweise bis heute genutzt. Auch mehrere der historischen bronzenen Gibōshi wurden in die heutige Brücke übernommen; daneben befinden sich jüngere Exemplare aus der Shōwa-Zeit. Sie verfügt über zwei Fahrspuren und beidseitig einen Fußweg.
Galerie
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Brücke in Japan Kategorie:Straßenbrücke in Japan Kategorie:Verkehr (Kyōto) Kategorie:Bauwerk in Kyōto Kategorie:Verkehrsbauwerk in der Präfektur Kyōto Kategorie:Erbaut 1950