Martin Knackfus auch Marcin Knakfus oder Martynas Knakfusas (* um 1740 in Wólka Ostrożeńska; † nach 1821 in Vilnius) war ein litauisch-polnischer Architekt des Klassizismus, Militär und Freimaurer in Polen-Litauen und im Herzogtum Warschau.

Leben Knackfus lernte sein Handwerk bei den spätbarocken und klassizistischen Architekten Ephraim Schröger, Simon Gottlieb Zug, Domenico Merlini, und Johann Christian Kamsetzer in Warschau. Um 1768 holte ihn der Bischof Ignacy Jakub Massalski nach Vilnius. Ab war er Professor für Architektur an der Universität Vilnius. Bei ihm studierte unter anderem Laurynas Gucevičius. Er erwarb das Bürgerrecht von Vilnius und waren an dem Umbau der Stadt im Stil des Klassizismus maßgeblich beteiligt. 1794 nahm er am Kościuszko-Aufstand teil und floh nach dessen Niederschlagung ins neupreußische Suwalszczyzna, wo er sich zunächst aus dem öffentlichen Leben zurückzog. Später kehrte er nach Vilnius zurück.

Literatur Stanisław Łoza: Architekci i budowniczowie w Polsce. Warszawa 1954

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