mini|Andreas Wouters Andreas Wouters (auch Andreas Walther; niederländisch Andries Wouters; * um 1542 in Heinenoord; † 9. Juli 1572 in Brielle) war ein niederländischer römisch-katholischer Priester und einer der Märtyrer von Gorkum.
Leben und Martyrium In seinen jüngeren Jahren soll Wouters sein Leben nicht vorbildlich geführt und deshalb in seiner Pfarrei Anstoß erregt haben. Im Zuge des Achtzigjährigen Krieges und der Niederländischen Aufstände geriet Wouters im Juli 1572 zusammen mit 18 weiteren Ordensmännern und Priestern in die Hände der Geusen, einer calvinistischen Aufständischengruppe. In den Verhören forderten die Geusen die Gefangenen auf, sich von ihrem katholischen Glauben, insbesondere der Transsubstantiationslehre sowie der Papsttreue, zu entsagen. Trotz seines zuvor von Kritikern bemängelten Lebenswandels weigerte sich Wouters, seinen Glauben aufzugeben. Am 9. Juli 1572 wurde Wouters gemeinsam mit den anderen Geistlichen im zerstörten Kloster Rugge nahe Brielle durch Hängen hingerichtet.
In deutschsprachigen hagiographischen Darstellungen des 19. Jahrhunderts wird sein späteres Martyrium als ein Zeichen der Umkehr und als Erlangung der Siegespalme der Heiligen dargestellt. Ihm wird der Ausspruch „Unzüchtig war ich immer, ein Häretiker war ich nie.“ zugesprochen.
Heiligsprechung Am 29. Juni 1867 wurde Wouters gemeinsam mit den 18 anderen Märtyrern durch Papst Pius IX. heiliggesprochen.
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Einzelnachweise
Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (16. Jahrhundert) Kategorie:Märtyrer (Christentum) Kategorie:Hingerichtete Person (16. Jahrhundert) Kategorie:Heiliger (16. Jahrhundert) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1572 Kategorie:Mann