Johann Adolf Ovens (* 10. August 1675 in Friedrichstadt; † 1733 in Heide (Holstein)) war ein schleswig-holsteinischer Verwaltungsjurist.

Leben Johann Adolf Ovens war eins von zehn Kindern und der jüngste Sohn des Malers Jürgen Ovens und dessen Frau Maria, geb. Martens van Mehring († 1690).Harry Schmidt: Jürgen Ovens. Sein Leben und seine Werke. Ein Beitrag zur Geschichte der niederländischen Malerei im XVII. Jahrhundert. Selbstverlag, Kiel 1922 (), Stammtafel S. 57.

Ab 1691 besuchte er das Katharineum zu Lübeck, das er 1694 abschloss. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Nach seinem Triennium graduierte er 1697 mit einer Disputation zum Konkursrecht unter Vorsitz von Lüder Mencke.Lebensstationen nach Ioannes Adolphus Ovens, in: Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubecenses. Band 2. Böckmann, Lübeck 1720 (Digitalisat), S. 94f. Anschließend unternahm eine Studienreise.

Nach seiner Rückkehr berief Herzog Friedrich IV. von Schleswig-Holstein-Gottorf Ovens zum Gesandtschaftssekretär. Als solcher begleitete er den Herzog auf seiner Reise nach Schweden 1698, die in der Hochzeit mit Hedwig Sophia mündete. Nach dem Tod des Herzogs 1702 blieb Ovens Sekretär der Herzoginwitwe, die meist in Stockholm lebte, bis zu deren Tod 1708 und war dann in der herzoglichen Kanzlei tätig.

Im Zuge der Wiederherstellung der Gottorfer Hoheit nach dem Frieden von Frederiksborg bestellte ihn Hedwig Sophias Sohn Herzog Karl Friedrich 1720 zum Landschreiber (Amtsverwalter, 2. Beamter) von Norderdithmarschen mit Amtssitz in Heide. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod 1733 aus.Albert de Boor: Verzeichnisse großfürstlicher Beamten in Holstein. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte. Bd. 32 (1902), S. 137–176 (Digitalisat), hier S. 162. Er war nicht Landvogt; dies war zu diesem Zeitpunkt Paul Paulsen.

Johann Adolf Ovens war verheiratet mit Catharina Dorothea, geb. Wedderkop (1679–1733), einer Tochter des Kieler Pastors Gabriel Wedderkop. Das Paar hatte sieben Kinder. In seiner Familie vererbte sich das Nachlass-Inventar seines Vaters.Harry Schmidt: Das Nachlaß-Inventar des Malers Jürgen Ovens (= Quellensammlung der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte. Band 7). Vollbehr & Riepen, Kiel 1913.

Nach seinem Tod wurde er wie mehrere seiner Geschwister vor ihm im Ovens`schen Erbbegräbnis in der Christophorus-Kirche in Friedrichstadt beigesetzt.

Ehrungen Titel Justizrat (1719)

Werke Disputatio Iuridica De Rebus Extantibus Uxorum A Concursu Creditorum Separandis ... Titius, Leipzig 1697 (Digitalisat)

Literatur Ioannes Adolphus Ovens, in: Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubecenses. Band 2. Böckmann, Lübeck 1720 (Digitalisat), S. 94f. Harry Schmidt: Das Nachlaß-Inventar des Malers Jürgen Ovens (= Quellensammlung der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte. Band 7). Haessel, Leipzig 1913, . Harry Schmidt: Jürgen Ovens. Sein Leben und seine Werke. Ein Beitrag zur Geschichte der niederländischen Malerei im XVII. Jahrhundert. Selbstverlag, Kiel 1922 ().

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Einzelnachweise

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