mini|Pascal Gamboni (Foto David Haas), 2022 Pascal Gamboni (* 1977 in Sedrun) ist ein Schweizer Singer-Songwriter, der auf Romanisch und Englisch singt.

Leben und Wirken Pascal Gamboni ist im romanischsprachigen Sedrun aufgewachsen, wo er als Jugendlicher das Duo Ils Passiunai gründete. Er besuchte das Musikgymnasium in Feldkirch (Österreich). Nach einem Abstecher nach Wien zog er weiter nach England, wo er zehn Jahre verbrachte, zuerst in Bristol und dann in London. Er initiierte mehrere Bandprojekte (Cléan, Temple Thief, Sun gone mad) und war Support Act von The Stranglers auf der Tournee 2002. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz konzentrierte er sich auf romanischsprachige Musik, vorwiegend in seinem Dialekt Tuatschin. Er spielte am Montreux Jazz Festival, am CMJ Festival in New York, am Openair Lumnezia, am Moon&Stars in Locarno und wiederholt am RockSedrun, einem Festival in seinem Heimatort.Lebenslauf Pascal Gamboni, abgerufen am 17. August 2026.

Gamboni ist einer der produktivsten Musiker Graubündens. Er produziert seit 2009 vorwiegend Soloalben, die er selbst komponiert, registriert, spielt und singt.

Der Musikkritiker Benedetto Vigne würdigte Gambonis Musik mit folgenden Worten: Zeitungsartikel Die Suche nach dem Honig des Lebens in der Südostschweiz, 25. Oktober 2024. Gamboni bezeichnet seinen Musikstil als um anzudeuten, dass seine Musik in den Bergen verankert ist und er mit seinem portablen Studio Musik aufnimmt, bei der Nebengeräusche vorkommen dürfen und sollen, denn wichtiger als die perfekte Abmischung sei die unmittelbare Momentaufnahme.Sendung Late Lounge Live auf RTR (Romanisch mit deutschen Untertiteln), abgerufen am 17. August 2026.

Eines seiner bekanntesten Lieder ist Unics ’09, das in der Surselva zur inoffiziellen Hymne der jungen Generation geworden ist und von vielen Chören gesungen wird. In diesem Lied beschreibt Gamboni auf ironische Art Leben und Alltag der Rätoromanen, deren Sprache nur noch wenige sprechen, und die deshalb einzigartig seien (). Weitere sehr bekannte Lieder sind Arva la mar, Tschicago und Da mai se. Zwei seiner Lieder wurden 2011 und 2016 in die Liste der Top Pop Rumantsch gewählt.Liste Top Pop Rumantsch, abgerufen am 17. August 2026.

Gamboni arbeitet immer wieder mit Künstlern aus verschiedenen Bereichen zusammen. Mit dem Schriftsteller Arno Camenisch hat er dem Genre der musikalisch begleiteten Lesung seine eigene Note verliehenMusikalische Lesung mit Arno Camenisch, abgerufen am 17. August 2026. und für die Theateradaption eines Buches von Camenisch die Musik komponiert. Ebenso komponierte er die Musik für zwei Schweizer Filme: Szenen einer Jagd (Three Weeks in September) von Carlo Beer und Suot tschêl blau (Under Blue Skies) von Ivo Zen.Filmmusik von Pascal Gamboni, abgerufen am 17. August 2026.

Des Weiteren wirkt Gamboni regelmässig an Projekten und Workshops der Musikbildung in Schulklassen mit und begleitet Yoga-Klassen mit ruhiger Musik.

Gamboni gewann mehrere Anerkennungen, Preise, und Auszeichnungen für Kulturschaffende und Musiker, und sein Leben und Schaffen wurde wiederholt im romanischen Fernsehen RTR dokumentiert.

Pascal Gamboni ist Vater eines Sohnes und lebt in Bern.Sendung Giuventetgna auf RTR vom 18. Oktober 2019 (Romanisch), abgerufen am 17. August 2026.

Preise und Auszeichnungen 2003: Preisträger des Wettbewerbs für professionelle Kulturschaffende Kanton GraubündenPreis für Kulturschaffende Graubünden, abgerufen am 17. August 2026. 2015: Radio SRF 3 Best Talent Award Dezember 2015SRF3 Best Talent Award 2015, abgerufen am 17. August 2026. 2015: Förderpreis des Kantons GraubündenFörderpreis des Kantons Graubünden, abgerufen am 17. August 2026. 2019: Bündner Music Award, verliehen durch das Verlagshaus SomediaBündner Music Award, abgerufen am 17. August 2026. 2019: Anerkennungspreis des Kantons Graubünden («Der Musiker hat einen Sound gefunden, der aus Einfachheit, Tiefe und Kraft schöpft.»)Anerkennungspreis des Kantons Graubünden, abgerufen am 17. August 2026.

Diskografie 1997: Ils Passiunai – Sen Plaz Scola (EP) 2001: Ils Passiunai – Steilas da Grep 2002: Cléan – Room 16 (EP) 2002: Cléan – More or Less the Truth 2003: Cléan – Universal Language 2005: Temple Thief – Never Tired Again 2007: Temple Thief – Temple Thief II 2009: Sun Gone Mad – D(r)iving Music (2 CDs) 2009: Pascal Gamboni – Siat Vanauns 2011: Sun Gone Mad – Yesterday Will Never Happen (EP) 2011: Pascal Gamboni & Sun Gone Mad – As Fiug? 2012: Pascal Gamboni – Seed of song 2012: Pascal Gamboni & Rees Coray – I am The Song is me 2012: Pascal Gamboni & & Eveline Rütschlin – Buddha Verboten 2013: Pascal Gamboni – Tiara 2014: Pascal Gamboni & Sander Timmermans 2015: Pascal Gamboni – La Ventira 2016: Pascal Gamboni & Rees Coray – Veta Gloriusa 2018: Pascal Gamboni – Da Mai Se 2019: Pascal Gamboni – Everybody Wants The Honey 2020: Pascal Gamboni – Arva La Mar (Best of 2007-2020) 2022: Pascal Gamboni – Sut La Pial 2024: Pascal Gamboni – Caos El Paradis 2024: Pascal Gamboni – Alpine Lo-Fi 2026: Pascal Gamboni – Mia Barca

Diskographie (Weitere Projekte) 2011: Arno Camenisch & Pascal Gamboni – Live (Lesung/Konzert) 2015: Pascal Gamboni – Theatermusik für Las Flurs Dil Di von Arno Camenisch 2020: Pascal Gamboni – Filmmusik für Suot Tschêl Blau (Under Blue Skies) von Ivo Zen

Weblinks

Persönliche Website Musik von Pascal Gamboni auf mx3

Einzelnachweise

Kategorie:Darstellender Künstler (Schweiz) Kategorie:Singer-Songwriter Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Surselva Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Mann