mini|Levester Gefallenendenkmal aus den 1920er Jahren Das oft einfach der Levester Löwe genannte Gefallenendenkmal ist ein Kulturdenkmal in Leveste, einem Stadtteil von Gehrden in der Region Hannover in Niedersachsen. Das für die Gefallenen des Ortes im Ersten Weltkrieg errichtete Denkmal wurde später um die Namen der Gefallenen im Zweiten Weltkrieg ergänzt.

Geschichte mini|Denkmalanlage seit den 1950er Jahren Der Egestorfer Steinmetz Karl Sondershausen erhielt um das Jahr 1920 den Auftrag, in Leveste ein Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges zu errichten. Das Monument aus Thüster Serpelkalkstein wurde vermutlich noch 1920 eingeweiht. Es bestand aus zwei gesockelten Pfeilern, zwischen denen eine Steintafel mit den Namen und Lebensdaten der zu Ehrenden platziert war. Die Pfeiler trugen die lebensgroße Figur eines ruhenden Löwen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beiderseits des Mittelteils mit der Löwenskulptur zwei durch Sondershausens Schwiegersohn Moritz Gautsch gefertigte mit Eichenlaub bekrönte Steinblöcke mit den Namen von Gefallenen des Ortes im Zweiten Weltkrieg aufgestellt.

Die Inschriften am Mittelteil nennen 24 im Ersten Weltkrieg Gefallene oder Vermisste. Die an den beiden Seiten ergänzten Blöcke tragen die Namen und Lebensdaten von 92 im Zweiten Weltkrieg Gefallenen oder Vermissten.

Standort Das nach Osten ausgerichtete Denkmal steht von Bäumen umgeben auf einer eingefriedeten Grünfläche an der Einmündung zweier Landesstraßen, der L 390 und der L401. Die nördlich am Denkmal stehende Stiel-Eiche ist ein Naturdenkmal. Wegen seiner schattigen Lage erhält das Denkmal nur morgens Sonne und es kommt zu Moos- und Algenbewuchs. Auch Luftschadstoffe der nahen Hauptverkehrsstraßen führten zur Verschmutzung der Steine. Dies erforderte wiederholt Reinigungs- und Restaurierungsarbeiten.

Löwenskulptur mini|Levester Löwe Das ebenfalls von Sondershausen geschaffene, 1926 in Jemgum eingeweihte Kriegerdenkmal und auch sein Gefallenendenkmal in Pohle zeigen ebenfalls ruhende Löwenskulpturen. Die Denkmale sind jedoch durch die Größe und Gestaltung der Sockel unterschieden.

Der Steinmetz soll als Vorbild seiner Skulptur stets das Monument des Löwen von Aspern genannt haben. Die Details der Körperhaltung erinnern jedoch eher an das Löwendenkmal Luzern.

Denkmalschutz Das Motiv eines ruhenden oder sterbenden Löwen geht auf antike Vorbilder zurück. Es wurde häufig für Kriegs- oder Grabdenkmale verwendet, ist jedoch innerhalb der Region bei Gefallenendenkmalen ungewöhnlich. Aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes sowie der straßenbildprägenden städtebaulichen Bedeutung besteht ein öffentliches Interesse an der Erhaltung des Levester Gefallenendenkmals.

Weblinks

Alte Postkartenfotos aus Jemgum, Bild 3/12: Kriegerdenkmal

Einzelnachweise Leveste, Kriegerdenkmal, Stiel-Eiche in:

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