mini|Martín Arrau Carlos Martín Arrau García-Huidobro (* 6. März 1979 in Las Condes, Santiago de Chile) ist ein chilenischer Wirtschaftsingenieur und Politiker. Er gehört seit 2022 der Republikanische Partei an. Seit dem 19. Mai 2026 ist er Minister für öffentliche Sicherheit in der Regierung von José Antonio Kast. Zuvor war er vom 11. März bis zum 19. Mai 2026 Minister für öffentliche Arbeiten unter Präsident José Antonio Kast.
Von September 2018 bis November 2020 war Arrau Intendant der neu geschaffenen Región de Ñuble und damit der erste Amtsinhaber. Von Juli 2021 bis Juli 2022 gehörte er als Vertreter des 19. Wahlbezirks dem chilenischen Verfassungskonvent an. Von 2023 bis 2026 war er außerdem stellvertretender Vizepräsident der Republikanischen Partei.
Leben Arrau wurde am 6. März 1979 in Las Condes geboren. Er ist der Sohn von Carlos Agustín Arrau Unzueta und Alicia García-Huidobro Saavedra. Über die Familie seines Vaters ist er mit dem Pianisten Claudio Arrau verwandt.
Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er auf dem Landgut Fundo Quimpo im heutigen Gebiet von Chillán. Er besuchte das Colegio San Ignacio El Bosque in Providencia und studierte anschließend Wirtschaftsingenieurwesen (Ingeniería Civil Industrial) an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile.
Arrau ist mit Luz María Izquierdo Irarrázaval verheiratet.
Berufliche und politische Laufbahn Arrau arbeitete als Finanz- und Betriebsanalyst bei der Compañía Electro Metalúrgica (Elecmetal S.A.) und als Verwaltungs- und Finanzmanager bei Curimapu Seed Growers, einem Unternehmen für die Vermehrung pflanzlichen Genmaterials.
Von 2010 bis 2012 war er Koordinator des Beraterstabs im chilenischen Landwirtschaftsministerium. Dort war er unter anderem für die Begleitung des Wiederaufbaus von Infrastruktur nach dem Erdbeben in Chile 2010 zuständig. 2017 war er Mitglied des Vorstandes der Sociedad Nacional de Agricultura.
Arrau war außerdem Präsident der Junta de Vigilancia del Río Ñuble. Von 2015 bis 2017 leitete er gemeinsam mit Wassergemeinschaften, Berufsverbänden und Flussaufsichtsverbänden die Kampagne Por una buena reforma de aguas, die sich mit der Reform des chilenischen Wassergesetzes befasste.
Über das Unternehmen Picton Explotación Agrícola Ltda., an dem er beteiligt war, verfügte er über Wasserrechte in Ñiquén und Coihueco.
Intendant von Ñuble Arrau wurde zum Präsidialbeauftragten für die Einrichtung der neuen Región de Ñuble ernannt. Am 6. September 2018 übernahm er unter Präsident Sebastián Piñera als erster Amtsinhaber das Amt des Intendanten der Region.
Während seiner Amtszeit war er unter anderem für den institutionellen Aufbau der neuen Region sowie die Koordination während der COVID-19-Pandemie zuständig. Im Zusammenhang mit Verzögerungen beim Bau des Staudamms Embalse Punilla wurde seine Amtsführung kritisiert. Aufgrund seiner früheren Funktion als Präsident der Junta de Vigilancia del Río Ñuble wurde zugleich ein möglicher Interessenkonflikt bei seiner Beteiligung an dem Projekt thematisiert.
Am 20. November 2020 trat Arrau als Intendant zurück, um bei der Wahl zum Verfassungskonvent zu kandidieren.
Verfassungskonvent Bei der Wahl zum Verfassungskonvent in Chile 2021 kandidierte Arrau im 19. Wahlbezirk der Región de Ñuble für das Bündnis Vamos por Chile. Er erhielt 22.149 Stimmen beziehungsweise 14,14 Prozent der gültigen Stimmen und wurde in den Verfassungskonvent gewählt.
Im Verfassungskonvent gehörte er zunächst dem Ausschuss für Haushalt und innere Verwaltung und später dem thematischen Ausschuss für Verfassungsgrundsätze, Demokratie, Staatsangehörigkeit und Bürgerrechte an.
Während seiner Tätigkeit wurde Arrau vom Ethikausschuss des Verfassungskonvents wegen der Verbreitung falscher Informationen in sozialen Netzwerken sanktioniert.
Republikanische Partei Bis 2022 gehörte Arrau der Unión Demócrata Independiente (UDI) an. Nach seinem Austritt wechselte er zur Republikanische Partei (REP). Dort übernahm er verschiedene organisatorische und wahlkampfbezogene Aufgaben. Unter anderem leitete er 2023 den Wahlkampf der Parteikandidaten für den Verfassungsrat und war 2025 an der Leitung des Präsidentschaftswahlkampfes von José Antonio Kast beteiligt.
Von 2023 bis 2026 bekleidete er das Amt eines stellvertretenden Vizepräsidenten der Partei.
Minister Am 20. Januar 2026 nominierte der gewählte Präsident José Antonio Kast Arrau zum Minister für öffentliche Arbeiten. Mit Kasts Amtsantritt am 11. März 2026 übernahm Arrau das Ministerium für öffentliche Arbeiten und folgte Jessica López Saffie nach.
Bei der ersten Kabinettsumbildung der Regierung Kast am 19. Mai 2026 wurde die Ministerin für öffentliche Sicherheit Trinidad Steinert entlassen. Arrau wechselte daraufhin vom Ministerium für öffentliche Arbeiten an die Spitze des Ministeriums für öffentliche Sicherheit und trat Steinerts Nachfolge an. Als Minister für öffentliche Arbeiten wurde er von Louis de Grange abgelöst.
Einzelnachweise
Kategorie:Minister (Chile) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Republikanischen Partei (Chile) Kategorie:UDI-Mitglied (Chile) Kategorie:Absolvent der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile Kategorie:Ingenieur Kategorie:Chilene Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Mann