Stanisław Solski (* 21. September 1622 in Kalisz; † 8. Januar 1701 in Krakau) war ein polnischer Architekt des Barock, Schriftsteller, Mathematiker und Jesuit in Polen-Litauen.

Leben Solski trat 1638 in den Orden der Jesuiten ein und studierte im Jesuitenkolleg Kalisz sowie im Jesuitenkolleg Posen. Ab 1652 lehre er in Krosno und Kamjanez-Podilskyj. 1654 ging er als Gesandter des polnischen Königs nach Istanbul. Bei dieser Reise lernte er den späteren polnischen König Johann III. Sobieski kennen, der sich zu dieser Zeit ebenfalls im osmanischen Reich aufhielt. Solski blieb bis 1661 in Istanbul und erlernte dort die türkische Sprache. Bereits am osmanischen Hof machte er naturwissenschaftliche Experimente auf der Such nach einem perpetuum mobile. Von 1667 bis 1670 war er Hofprediger am Königshof von Johann III. Sobieski und Beichtvater der Königin Marie Casimire Louise de la Grange d’Arquien. 1670 ging er nach Krakau, wo er sich vor allem mit der Architektur befasste. Bischof Jan Małachowski machte ihn zu seinem Hofarchitekten. In Krakau publizierte er zahlreiche Arbeiten zur Architektur, Technik und Theologie in lateinischer und polnischer Sprache.

Literatur Władysław Kościelniak, Krzysztof Walczak: Kronika miasta Kalisza. Kalisz: Kaliskie Towarzystwo Przyjaciół Nauk, 2002, S. 58. ISBN 83-85638-43-1.

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